Up ]

Home

Startseite

Airports, Books, 4WD, Dangers, Daylight, Travel Tips, Regions, Time Zones, Weather, And More

Road Conditions + Weather During Our Trips

Scenery, Wildlife, Cities

Our Stories About Several Trips to Oz

Surf Tips

Site History, Australia News, Airline News, Environment News

Who Are We + Contact

Help, Guest Book

Site Map + Help

W.A. Off-Road -Von Perth nach Darwin

Western AustraliaAustralien 2001Northern Territory

Lesezeichen:

Teil 1:Perth, W.A. - Meekatharra - Mt Augustus - Tom Price - Karijini N.P.  - Hamersley Gorge, Millstream N.P. - South Hedland - Broome - Cape LevequeDerby - Windjana Gorge -

Teil 2:  Mt Barnett RoadhouseJack's Waterhole (Durack River Station) - Kununurra - Purnululu N.P. (Bungle Bungles)Katherine, N.T. - Darwin - Litchfield N.P. 

 

1.7. Mt. Barnett – Jack’s Waterhole (Durack River Station)

240 km ungeteert

 

John kam kurz vor 7 noch mal vorbei, um sich zu verabschieden. Ein kurzer Schnack noch, dann machten wir uns wieder auf den Weg – « Have a good trip. Goodonya! ». Am Roadhouse gönnten wir uns eine warme Dusche zu AUD 2,20/Nase. Herrlich! Erfrischt warfen wir uns wieder auf die Gibb, von der wir nach wenigen km gut gelaunt zur Barnett River Gorge abbogen. Nach ca. 3 km auf sehr buckliger Piste fragten wir ein am Flüsschen campierendes Ehepaar, wo denn die Schlucht sei (es sollten nur 3 km zu selbiger sein). Das hätten sie sich auch schon gefragt, hätten am Vortag in verschiedenen Richtungen gesucht, aber nichts gefunden. Nun ja. Da der einzige weitere Track mit teilweise sehr tiefen Löchern versehen war, schaukelten wir wieder zur Gibb zurück. Diese Schlucht scheint ein echter Geheimtipp zu sein. Sechs Kilometer nur als Fahrertraining hatten eine Stunde gekostet.

Auf der Gibb ging es zügig weiter, ab etwa 140 km östlich des Mount Barnett Roadhouse wird die Straße bis hin zu Jack’s Waterhole extrem waschbrettartig, teils mit Sand darüber – was vor allem den Fahrer freut. Dafür durften wir 12 Bäche und Flüsse überqueren und uns dabei die « Füße » nass machen. Der Barnett River hat ein sandiges Bett, ist  gut zu fahren; der Durack River war 15-20 m breit, aber mit steinigem Bett. Hoppelt ein bisschen, geht aber gut. Andere waren u.a. der Snake, Hann und Mistake Creek (woher wohl der Name kommt?). Dazu die wunderschöne Landschaft der Kimberleys, die sich vor unseren entzückten Augen ausbreitete.

Mit roten Händen und einer losgerüttelten Kühlschrankverkleidung kamen wir nach insgesamt 12 Flussüberquerungen am Ziel an.

Jack’s Waterhole hat ein sehr schönes Bushcamp am Wasserloch selbst. Abends genossen wir das Farbenspiel über und auf dem Wasser. Die Manager, Hubert und Maryke, sind sehr nett. Er ist aus Düsseldorf, sie aus Eindhoven/NL, die Schwiegertochter aus Dänemark…

Heute hatten wir auch ein eigenes Lagerfeuer, stehen mit viel Platz zu allen Seiten und Blick aufs Wasser. Auf dem Programm steht heute Froschkonzert.

Um 16h00 wird an den Waschräumen ein Feuer entfacht, um das Duschwasser zu heizen. Morgen früh soll es noch lauwarm sein. Das werden wir dann ausprobieren!

 

 

2.7. Jack’s Waterhole – Kununurra

185 km gesamt, davon 128 ungeteert

 

Die Duschen waren zwar nicht eiskalt, aber auch nicht lauwarm.

Die ersten +/- 40 km der GRR östlich von Jack’s Waterhole waren mal wieder ein Stück zum Händereiben für Chiropraktiker – soll heißen, das Waschbrett ließ die Bandscheiben fröhlich rein- und rausspringen. Die Landschaft entschädigte dafür. Sechs nasse Bach- und Flussdurchquerungen hatten wir heute, davon die beste (und breiteste) der Pentecost River. Nach ca. 55 km hat man einen tollen Panoramablick auf den sehr breiten Pentecost und die umliegenden Ranges. Weiter ging’s und nach 65 km hatten wir die mit einiger Spannung erwartete Furt erreicht. Der Fluss ist an dieser Stelle ca. 100 m breit, nicht zu verachtende psychologische Wirkung. Es gibt aber eine durch Steine markierte Furt und der Flussgrund ist steinig. Gut zu fahren (piece of piss, mates!). Hätten wir beim Fahren die Türen aufgemacht, hätten wir uns praktischerweise gleich die Füße waschen können, die Trittbretter unseres Landcruiser pflügten die Fluten. Der Pentecost war die Krönung aller Flussdurchfahrten, heute waren es sechs. Ein würdiger Abschluss für die GRR-Tour. Direkt nach uns kam eine Familie mit Landcruiser plus Anhänger. Ihre Flussdurchquerung haben wir auf Film und Foto gebannt. Heftiges winken von den Kindern, als sie an uns vorbeizogen.

Sobald man den Pentecost von Westen kommend überquert hat, befindet man sich auf dem Boden der El Questro Station bzw. El Questro Wilderness Park (siehe auch Bericht 1999). An der Emma Gorge gönnten wir uns einen kühlen Drink auf der geradezu edlen Holzveranda.

Ein paar Kilometer weiter trafen wir zu unserem großen Bedauern auf den Great Northern Highway.

In Kununurra haben wir zielstrebig den Town Caravan Park aufgesucht. Belinda und Neil waren angenehm überrascht, als Claudia ihnen sagte, wir seien 1999 schon mal da gewesen.

Nach 3 Nächten in Bushcamps ohne Strom war die erste Rasur für Torsten echte Folter.

Dann war Einkaufen angesagt, um unseren Kühlschrank aufzufüllen und uns einen neuen Campingstuhl zu kaufen, da einer gestern Abend heimtückisch und ohne Vorwarnung unter Torsten zusammengebrochen war (es war nicht das Gewicht, sondern eine ausgefranste Naht *lol*).

Auf El Questro sahen, fotografierten und filmten wir einen Goanna (auch: Monitor Lizard), der die Strasse überquerte.

Belinda sagte übrigens, viele Leute fänden die Barnett River Gorge nicht. Irgendwo auf dem Track gibt es eine leicht zu übersehende Gabelung….

 

 

3.7. Kununurra

88 km Asphalt

 

Heute morgen um 6h30 waren schon 20°C und um 21h00 noch 21°C! Sind gespannt, ob die Nächte an den Bungle Bungles auch so warm sind.

Den Tag haben wir mit erfolgreichem Ankurbeln der Wirtschaft verbracht. Nachdem wir uns jeder ein neues Paar Arbeitsstiefel und ein paar andere Souvenirs gegönnt hatten, fuhren wir zur Zebra Rock Gallery, wo wir bereits 1999 gewesen waren. Wir haben dort vier Landsleute wiedergesehen, die in zwei Bushcampern unterwegs sind. Das erste Mal waren sie uns aufgefallen, weil sie unnötigerweise im Bushcamp im ersten Gang untersetzt herumkreisten. Außerdem hatten sie ein etwas aufdringliches « Mud ‘n’ Sweat » Parfum aufgelegt. Heute die gleiche Show. Nach unseren Einkäufen fuhren wir anschließend zu Top Rockz. Auch sehr schön, schon die Farm selbst ist traumhaft mit tropischer Blütenpracht und tropischem Obstanbau. Dort werden neben Zebra Rock auch andere Halb-Edelsteine verkauft sowie hübsche Holzdosen aus westaustralischem Hartholz (z.B. Jarrah, Gutta Percha). Nachdem wir so rumgetrödelt hatten, fuhren wir gegen halb 2 von Top Rockz aus zur Hoochery, sprich Brennerei, die uns Belinda zu besichtigen empfohlen hatte. Dort wird Zuckerrohr zu Schnaps verarbeitet. Es gibt die Hoochery erst seit August 2000, sie ist noch sehr klein, aber nett. Die Besichtigung dauert ca. 10 Minuten, kostet dafür (noch) nichts und beinhaltet einen Probedrink. Zur Auswahl stehen: Cane Spirit Overproof (57,7%), Cane Spirit (40%) und Aguadiente (Kräuterschnaps). Sie dürfen ihren Zuckerrohrschnaps noch nicht « Rum » nennen, da er noch keine 2 Jahre gelagert wurde.

Auf dem Weg zur Hoochery bogen wir noch auf den „4WD Only“- Track zur « City of Ruins » ab (Sandsteinformationen). Der Weg ist sandig, stellenweise recht tief. Tipp für Mieter von konventionellen Fahrzeugen : Wagen am Straßenrand stehen lassen und zu Fuß gehen, grob geschätzt ca. 200 m.

Heute schafften wir es auch endlich, den Diversion Dam (Lake Kununurra) zu fotografieren.

 

 

4.7. Kununurra – Bungle Bungles (Purnululu N.P.)

308 km gesamt, davon 60 ungeteert

 

Die ersten 258 Kilometer auf dem Highway waren ohne besondere Ereignisse. Zwischenstop am Turkey Creek (Warmun) Roadhouse zum Tanken (AUD 1,32/Liter!!!!!), dann nach weiteren 50 km bogen wir nach links auf den Spring Creek Track (4WD Only) zu den Bungles ab. Bis zum Kurrajong Camp 60 km Spaß! Nach 15 km hatten wir schon 5 Bach-/Flussdurchfahrten hinter uns gebracht, insgesamt waren es 19. Der Frank River war der breiteste zu überquerende Fluss, allerdings mit Sandbänken. Die Überquerungen sind problemlos zu meistern, manchmal ist die Ein- und/oder Ausfahrt etwas steil. Es gibt zwei Überquerungen, wo die Passage rechts und links durch hohe Wasserpflanzen begrenzt ist. Unser Bushcamper hat von den Flussdurchquerungen einige nette Schlammspritzer dazubekommen. Ein Bach war so tief, dass die Trittbretter unter Wasser standen.

Der Track ist teilweise stark ausgewaschen, steinig, kurvenreich, mit Steigungen und Gefällen – da wurde es keine Minute langweilig. Außerdem ist er recht schmal, für entgegenkommende Fahrzeuge muß man ausweichen.

Bis zum N.P. führt der Track über die Mabel Downs Station.

Nach 53 km und 2h10min Fahrzeit kamen wir an der Ranger Station an. Kostenpunkt für zwei Nächte: AUD 9/Fahrzeug (es sei denn, man hat einen Park Pass) und AUD 9/Nacht & Nase. Keine Duschen, kein Trinkwasser (muss dafür abgekocht werden), Plumpsklos.

Hinweis zum Track in der Info-Broschüre : « Caravans won’t survive the way in. » Nett gesagt, wahrscheinlich zerbröseln sie einfach.

Zum Sonnenuntergang kraxelten wir wie viele andere auf einen felsigen Hügel und genossen den Blick auf die rot glühende Bungle Bungle Range und den Vollmond.

Morgen werden wir einige Schluchten zu Fuß erkunden und die Nacht im Walardi Camp verbringen.

Übrigens…. knickte heute Abend der erst vorgestern erstandene Stuhl zusammen. Kaum hat Torsten mal ein dickeres Hemd an, ist er zu schwer für den Stuhl…. Nach notdürftiger und improvisierter Flickarbeit kann man zwar wieder darauf sitzen, sollte aber tunlichst jede Bewegung vermeiden und sich nicht anlehnen.

 

 

5.7. Bungle Bungles (Purnululu)

91 km ungeteert

 

Der Tag begann wolkenverhangen, aber warm. Ein Aussie meinte, die Wolkendecke würde später noch aufreißen, und er sollte Recht behalten.

Wir hatten aber wegen der Bewölkung heute morgen beschlossen, auf jeden Fall den Domes Walk zu machen und in die Cathedral Gorge zu laufen, und dann die Wetterentwicklung abzuwarten. Der Domes Walk führt zwischen orange-schwarz gestreiften « Bienenkörben » durch. Einfach schön! Eine halbe Stunde lang liefen wir gemütlich durch, dann fanden wir uns auf dem Hauptweg wieder und bogen zur Cathedral Gorge ab. Der Weg führt am und durch den in der Trockenzeit trockenen Picaninny River. Das Tal zieht sich langsam enger zu, ein paar Mal muss man ein wenig klettern. Nach ca. 30 Min. kamen wir am Ende an – Felsüberhänge, hohe steile Wände, sandiger Boden, der Rest eines Tümpels (das Wasser war eine trübe braune Brühe, wie eine Bratpfanne mit Spülwasser drin), erinnert im ganzen an ein Amphitheater. Die gute Akustik animierte eine Gruppe Aussie-Touris zu mehrfachem Absingen von « Amazing Grace ».

Dritte Station am anderen Ende der Bungle Bungle Range war Echidna Chasm, eine ca. 100m lange Schlucht mit senkrechten Wänden, z. T. (weiter hinten drin) nur wenig mehr als schulterbreit auseinander. Ein kleiner Teil des Tracks dorthin führt nicht am Bach entlang oder quer darüber, nein, man folgt dem Flussbett. Praktischerweise war aber auch dieser Wasserlauf trocken. Wachsen am Eingang noch einige Livistonia Palmen, so ist im weiteren Teil der Schlucht Geröll vorherrschend. Gegen Ende muss man ein paar Mal ganz gut klettern. Lohnt sich aber allemal.

Wir sahen zwar nicht das Nest des Bower Birds (Kragenlaubenvogel) am Eingang der Schlucht, konnten aber das Männchen beim Balzen beobachten.

Zufrieden und erhitzt fanden wir uns am Nachmittag doch wieder auf unserem Stellplatz auf dem Kurrajong Camp ein, da es näher an Echidna liegt. Eine, wie sich im Nachhinein herausstellte, weise Entscheidung, denn im Laufe des Nachmittags kamen noch viele Leute aus dem Walardi Camp herauf, da es dort überhaupt kein Wasser gab. Unser Stellplatz-Nachbar meinte, wahrscheinlich läge dort ein totes Tier im Wassertank oder so….

Das Erproben unserer Solar-Campdusche brachte eine willkommene Erfrischung. Aufs Aufheizen des Wassers im 5 Gallonen (20 l) fassenden Beutel warteten wir gar nicht erst.

Heute konnten wir sechs Flussdurchquerungen in unsere Bilanz aufnehmen.

 

 

6.7. Bungle Bungles – Kununurra

308 km gesamt, davon 60 ungeteert

 

Heute hatten wir noch mal einen Höllenspaß, als wir aus den Bungles herausfuhren.

Von der Ranger Station bis zum Info Point (53 km) 1h55min. Nicht schlecht! Die Fahrt machte einen Riesenspaß, ein Aussie ließ uns vor mit der Bemerkung " You’re faster than we are, you go in front. " Selbst ein Tour Operator fuhr links ran, um uns vorbeizulassen. Anmerkung der Redaktion: wir hatten es nicht darauf angelegt, die Strecke besonders schnell hinter uns zu bringen.

Die Bäche wurden lässig im 2. Gang, untersetzt, durchfahren, bis auf einen. Bei einem Bach schwappte die Brühe kurz über die Motorhaube.

Am Turkey Creek Roadhouse gab’s zur Belohnung einen Hamburger.

Der weitere Rückweg nach Kununurra war bis auf ein Buschfeuer ereignislos. Nach Dirt Roads, vor allem einer so interessanten wie dem Spring Creek Track, ist ein asphaltierter Highway die reinste Schlaftablette. Nur unser Wagen sieht dem Fahrzeug, dass wir in Perth abgeholt haben, nicht mehr sehr ähnlich. 2551 km auf Dirt Roads verändern schon ein bisschen die Wagenfarbe. 

 Kommentar des Platzanweisers auf dem Campingplatz: "1h55’, dann bist Du aber gut gefahren, mate, die meisten brauchen 2,5-3 Stunden für die Strecke"(" 1h55’, then you’ve done well mate, most people need 2.5 or 3 hours out of the Bungles. ")

Wie dem auch sei, es war fantastisch, sowohl was wir gesehen haben, als auch das Fahren. Torsten ist ein wahrer Fan von Flussdurchquerungen geworden!

In Kununurra ist es zwar nicht wärmer, dafür aber deutlich schwüler als an den Bungles. Der Schweiß verdampft schneller, als er produziert wird – daher also die Wolken…. Haben noch bis 21h30 in Shorts, Trägerhemd und barfuss draußen gesessen, uns eine Flasche westaustralischen Rotwein gegönnt und 30 Min. Film gesehen. Titel: « Purnululu live and uncut ».

 

 

7.7. Kununurra – Katherine

515 km Asphalt

 

Wir hatten heute einen späten Start, kamen irgendwie nicht aus den Socken. Um 8h30 waren wir endlich auf dem Weg. Es fing unspektakulär an. An der Grenze zum Northern Territory stellten wir unsere Uhren um 1,5 Stunden vor.

Dann bemerkten wir irgendwann, dass ein ca. 10 cm langer Riss in der Windschutzscheibe war, den es gestern noch nicht gab. Ausgehend von einem kleinen Loch, das sich vor dem Fahrer ganz oben an der Scheibe befand. Der Riss verlängerte sich leider schnell. Also klebten wir ein Stück Duct Tape darüber (mit dem wir auch den unglückseligen Stuhl von Britz „repariert“ hatten). Würde das Provisorium halten? Was, wenn nicht? Fliegt uns noch die Scheibe um die Ohren? Können wir noch bis Katherine fahren? Tja, der Prozess verlangsamte sich zwar, war aber nicht zu stoppen. 120 km weiter, in Timber Creek, telefonierten wir vom Roadhouse aus (keine Telstra-Handy Deckung!) mit der Britz Roadside Assistance, die uns nach Darwin durchstellte. Anweisung von dort: Scheibe so bald wie möglich, am besten gleich, auswechseln lassen. Zum Glück hatten wir die Complete Cover und neben dem Roadhouse war eine KfZ-Werkstatt und er hatte Scheiben vorrätig (hm… ob so was öfter vorkommt?). Nach ganzen 30 Min., die wir uns mit dem Verzehr von Barra-Burgers vertrieben – und dabei von einem Blue Heeler* beneidet wurden - konnten wir gut gelaunt und erleichtert weiterfahren. Kostenpunkt : AUD 250, die natürlich von Britz erstattet werden. Die neue Scheibe läßt durch ihre Sauberkeit den Rest des Wagens noch dreckiger aussehen. Welche Ironie…. nach all den Kilometern auf ungeteerten Strassen schlägt uns ein Stein (und es muss ein kleiner gewesen sein, da wir nichts bemerkt haben) ein Loch in die Windschutzscheibe, kaum, dass wir uns wieder auf Asphalt befinden !

Keine 5. Min. nach unserer Abfahrt aus T.C. kamen wir an einem riesigen Buschbrand vorbei, der höchstens 5 m von der Strasse entfernt auf der linken Seite loderte. Aus der Gegenrichtung kamen uns Wagen entgegen. Also rein in das Chaos aus 5m hohen Flammen, undurchdringlichem Qualm und Greifvögeln in der Hoffnung auf leichte Beute – den flüchtigen Kleintieren. Einen Augenblick lang fühlten wir uns wie zwei Sandwichs auf dem Toaster, uns wurde im wahrsten Sinne des Wortes warm, und dann waren wir durch. Und wir dachten gestern noch, die grob 500 km Highway würden todsterbenslangweilig…. so kann man sich irren!!

In Katherine haben wir wie 1997 auf dem Riverview Caravan Park noch mal Glück: gerade noch 3 kleine Powered Sites waren frei.

 

* anderer Begriff für Australian Cattle Dog. « Blue » da sehr oft blau meliert (blue merle) und « Heeler »: beim Treiben zwicken die Hunde die Rinder in die Hacken, um diese zu beschleunigter Gangart anzutreiben bzw. in die gewünschte Richtung zu treiben.

 

 

8.7. Katherine – Darwin

350 km Asphalt

 

Nach 320 km Asphalt und ohne besondere Vorkommnisse kamen wir am Boomerang Caravan Park an. Haben gleich eine Self-Contained Unit (wie ein Motelzimmer) für die letzte Nacht reserviert, damit wir uns beim Taschenpacken so richtig ausbreiten können.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Zug durch Darwins uns wohlbekannte Souvenir Shops. Es gab kein Problem, sehr schnell sehr viel Geld der australischen Wirtschaft zuzuführen.

Anschließend ging’s zum Mindil Beach Market (Donnerstags und Sonntags nachmittags). Den kannten wir auch noch von 1997, nur schienen diesmal wesentlich weniger Verkaufsstände aufgebaut zu sein. Nach Erwerb von zwei Kunstdrucken mit Papageien und dem Verzehr von Poffertjes und « normalen » Pfannkuchen mit Vanille-Eis fuhren wir noch einmal in die Mitchell Street. Beim Abgehen der Mall (Fußgängerzone) zwecks Tausch Geld gegen Souvenirs hatten wir nämlich mit leichtem Erschrecken festgestellt, dass unser Lieblingsrestaurant, das Hog’s Breath Café, weg war! Fünf Minuten vorher hatte Torsten noch rumgeblödelt « … gleich kommt die Hiobsbotschaft – HRC gibt’s nicht mehr. » Am Mindil Beach konsultierten wir die Broschüre über Darwin und stellten fest, dass es nur in die Mitchell Street umgezogen war. Also hin und einen Tisch auf der Terrasse für morgen Abend reserviert (empfehlenswert).

Morgen besuchen wir noch mal den Litchfield N.P., diesmal aber über die Schotter-Zufahrt!

 

 

9.7. Darwin – Litchfield N.P. – Darwin

365 km gesamt, davon 124 ungeteert

 

Heute morgen haben wir die Bekanntschaft von Keith aus Hervey Bay/Qld gemacht. Er fragte, wo der Dreck auf unserem Wagen herkäme. Als Torsten erzählte, bekam Keith bei «70 Creek Crossings» glänzende Augen. Den Holden Jackaroo bezeichnete er als « sissy car », den Toyota Heavy Duty Landcruiser (also u.a. unseren Bushie) als « a man’s car ». Keith ist wirklich ein Goldstück, als wir nachmittags zurückkamen, mussten wir feststellen, dass die Campingplatzverwaltung uns zu Gunsten anderer Camper (die schließlich mit einem Tag Verspätung ankamen) umquartiert hatte. Keith hat sich um unsere Sachen gekümmert und uns auf unseren neuen Platz eingewiesen, er ist wirklich ein echter mate! Jetzt stehen wir direkt vor den Waschräumen mit dem Erfolg, dass ständig wieder Fußlahme über unseren Platz schlappen.

Wir bogen kurz hinter Berry Springs (genauer: Tumbling Waters Caravan Park) auf die « formed gravel road » zum Litchfield N.P. ein. 42 km Schotter anstelle Asphalt unter den Rädern – leicht zu fahren! In der Trockenzeit ist sie auch für 2WDs offen. Dann ein paar Kilometer Teer bis zu den Wangi Falls, wo wir eine kurze Pause einlegten. Ein ca. 1 m langer Goanna lief uns fotogen über den Weg und vor die Linse. Im Pool wie 1997 viele Badende. Nächster Halt nach 9,5 km Dirt (4WD Only) und einer nassen Bachquerung: Tjaynera Falls (Sandy Creek Falls). Vom Parkplatz aus (es gibt dort auch ein Bushcamp) läuft man 1,7 km und 30 Min. bis zu den Fällen. Eine schweißtreibende Angelegenheit (Trinkwasser mitzunehmen kommt echt gut), aber es lohnt sich: klares, grün schimmerndes Wasser, ein hoher Wasserfall und himmlische Ruhe, da wir während unseres Aufenthalts dort die einzigen waren. Die ausgeschilderte Abfahrt zur Blyth Homestead (verlassen) ist ab der Homestead Richtung Lost City gesperrt. So erklärte uns der Fahrer eines entgegenkommenden Wagens. Sobald man wieder auf der Litchfield Park Road (asphaltiert) ist, fährt man ca. 12 km Richtung Batchelor und biegt dann nach rechts auf den anderen, nicht gesperrten und ausgeschilderten 4WD Track zur Lost City ab. Was wir nach Besichtigung der Tjaynera Falls auch taten !

Der Track zur Lost City ist 10,5 km lang, sehr holprig, schmal – stellenweise sehr schmal – Fahrzeit 30 Min., und lohnt den Aufwand! Lost City ist eine Anhäufung von unterschiedlich großen, schwärzlichen Sandsteinformationen, die an Ruinen von Häusern, Türmen oder Toren erinnern.

Insgesamt brachten wir es so heute noch mal auf 124 km auf Dreck und Schotter.

Abends gab es im Hog’s Breath ein hervorragendes Steak australischen Ausmaßes, untermalt von Unterhaltung in bayrisch am Nachbartisch.

 

 

10.7. Darwin

89 km Asphalt

 

Shopping & Fotos entwickeln lassen.

Morgens nett mit Jon (eingewanderter Holländer) und Keith geschnackt.

Abends packten wir dann widerwillig unsere Taschen.

 

 

11.7. Darwin

 

Ein schwarzer Tag in unserem Leben. Wir müssen wieder zurück…..

Aber wir planen schon fürs nächste Jahr!

 

 See ya later, Oz!

zurück zu Teil 1

Top of Page/Seitenanfang Copyright © 2001 by Torsten Neumann. All rights reserved.