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John
kam kurz vor 7 noch mal vorbei, um sich zu verabschieden. Ein kurzer
Schnack noch, dann machten wir uns wieder auf den Weg – « Have a
good trip. Goodonya! ». Am Roadhouse gönnten wir uns eine warme
Dusche zu AUD 2,20/Nase. Herrlich! Erfrischt warfen wir uns wieder auf die
Gibb, von der wir nach wenigen km gut gelaunt zur Barnett River Gorge
abbogen. Nach ca. 3 km auf sehr buckliger Piste fragten wir ein am Flüsschen
campierendes Ehepaar, wo denn die Schlucht sei (es sollten nur 3 km zu
selbiger sein). Das hätten sie sich auch schon gefragt, hätten am Vortag
in verschiedenen Richtungen gesucht, aber nichts gefunden. Nun ja. Da der
einzige weitere Track mit teilweise sehr tiefen Löchern versehen war,
schaukelten wir wieder zur Gibb zurück. Diese Schlucht scheint ein echter
Geheimtipp zu sein. Sechs Kilometer nur als Fahrertraining hatten eine
Stunde gekostet. Auf der
Gibb ging es zügig weiter, ab etwa 140 km östlich des Mount Barnett
Roadhouse wird die Straße bis hin zu Jack’s Waterhole extrem
waschbrettartig, teils mit Sand darüber – was vor allem den Fahrer
freut. Dafür durften wir 12 Bäche und Flüsse überqueren und uns dabei
die « Füße » nass machen. Der Barnett
River hat ein sandiges Bett, ist gut zu fahren; der Durack River
war 15-20 m breit, aber mit steinigem Bett. Hoppelt ein bisschen, geht
aber gut. Andere waren u.a. der Snake, Hann und Mistake Creek (woher wohl
der Name kommt?). Dazu die wunderschöne Landschaft der Kimberleys, die
sich vor unseren entzückten Augen ausbreitete. Mit
roten Händen und einer losgerüttelten Kühlschrankverkleidung kamen wir
nach insgesamt 12 Flussüberquerungen am Ziel an. Jack’s
Waterhole hat ein sehr schönes Bushcamp am Wasserloch selbst. Abends
genossen wir das Farbenspiel
über und auf dem Wasser. Die Manager, Hubert und Maryke, sind sehr
nett. Er ist aus Düsseldorf, sie aus Eindhoven/NL, die Schwiegertochter
aus Dänemark… Heute
hatten wir auch ein eigenes Lagerfeuer,
stehen mit viel Platz zu allen Seiten und Blick aufs Wasser. Auf dem
Programm steht heute Froschkonzert. Um 16h00
wird an den Waschräumen ein Feuer entfacht, um das Duschwasser zu heizen.
Morgen früh soll es noch lauwarm sein. Das werden wir dann ausprobieren!
Die
Duschen waren zwar nicht eiskalt, aber auch nicht lauwarm. Die
ersten +/- 40 km der GRR östlich von Jack’s Waterhole waren mal wieder
ein Stück zum Händereiben für Chiropraktiker – soll heißen, das
Waschbrett ließ die Bandscheiben fröhlich rein- und rausspringen. Die
Landschaft entschädigte dafür. Sechs nasse Bach- und Flussdurchquerungen
hatten wir heute, davon die beste (und breiteste) der Pentecost River.
Nach ca. 55 km hat man einen tollen Panoramablick
auf den sehr breiten Pentecost und die umliegenden Ranges. Weiter ging’s
und nach 65 km hatten wir die mit einiger Spannung erwartete Furt erreicht.
Der Fluss ist an dieser
Stelle ca. 100 m breit, nicht zu verachtende psychologische Wirkung. Es
gibt aber eine durch Steine markierte Furt und der Flussgrund ist steinig.
Gut zu fahren (piece of piss, mates!). Hätten wir beim Fahren die Türen
aufgemacht, hätten wir uns praktischerweise gleich die Füße waschen können,
die Trittbretter unseres Landcruiser pflügten die Fluten. Der Pentecost
war die Krönung aller Flussdurchfahrten, heute waren es sechs. Ein würdiger
Abschluss für die GRR-Tour. Direkt nach uns kam eine Familie mit
Landcruiser plus Anhänger. Ihre Flussdurchquerung
haben wir auf Film und Foto gebannt. Heftiges winken von den Kindern, als
sie an uns vorbeizogen. Sobald
man den Pentecost von Westen kommend überquert hat, befindet man sich auf
dem Boden der El Questro Station bzw. El Questro Wilderness Park (siehe
auch Bericht 1999). An der Emma Gorge gönnten wir uns einen kühlen Drink
auf der geradezu edlen Holzveranda. Ein paar
Kilometer weiter trafen wir zu unserem großen Bedauern auf den Great
Northern Highway. In
Kununurra haben wir zielstrebig den Town Caravan Park aufgesucht. Belinda
und Neil waren angenehm überrascht, als Claudia ihnen sagte, wir seien
1999 schon mal da gewesen. Nach 3 Nächten
in Bushcamps ohne Strom war die erste Rasur für Torsten echte Folter. Dann war
Einkaufen angesagt, um unseren Kühlschrank aufzufüllen und uns einen
neuen Campingstuhl zu kaufen, da einer gestern Abend heimtückisch und
ohne Vorwarnung unter Torsten zusammengebrochen war (es war nicht das
Gewicht, sondern eine ausgefranste Naht *lol*). Auf El
Questro sahen, fotografierten und filmten wir einen Goanna (auch: Monitor
Lizard), der die Strasse überquerte. Belinda
sagte übrigens, viele Leute fänden die Barnett River Gorge nicht.
Irgendwo auf dem Track gibt es eine leicht zu übersehende Gabelung….
Heute
morgen um 6h30 waren schon 20°C und um 21h00 noch 21°C! Sind gespannt,
ob die Nächte an den Bungle Bungles auch so warm sind. Den Tag
haben wir mit erfolgreichem Ankurbeln der Wirtschaft verbracht. Nachdem
wir uns jeder ein neues Paar Arbeitsstiefel und ein paar andere Souvenirs
gegönnt hatten, fuhren wir zur Zebra Rock Gallery, wo wir bereits 1999
gewesen waren. Wir haben dort vier Landsleute wiedergesehen, die in zwei
Bushcampern unterwegs sind. Das erste Mal waren sie uns aufgefallen, weil
sie unnötigerweise im Bushcamp im ersten Gang untersetzt herumkreisten.
Außerdem hatten sie ein etwas aufdringliches « Mud ‘n’ Sweat »
Parfum aufgelegt. Heute die gleiche Show. Nach unseren Einkäufen fuhren
wir anschließend zu Top Rockz. Auch sehr schön, schon die Farm selbst
ist traumhaft mit tropischer
Blütenpracht und tropischem Obstanbau. Dort werden neben Zebra Rock
auch andere Halb-Edelsteine verkauft sowie hübsche Holzdosen aus
westaustralischem Hartholz (z.B. Jarrah, Gutta Percha). Nachdem wir so
rumgetrödelt hatten, fuhren wir gegen halb 2 von Top Rockz aus zur
Hoochery, sprich Brennerei, die uns Belinda zu besichtigen empfohlen hatte.
Dort wird Zuckerrohr zu Schnaps verarbeitet. Es gibt die Hoochery erst
seit August 2000, sie ist noch sehr klein, aber nett. Die Besichtigung
dauert ca. 10 Minuten, kostet dafür (noch) nichts und beinhaltet einen
Probedrink. Zur Auswahl stehen: Cane Spirit Overproof (57,7%), Cane Spirit
(40%) und Aguadiente (Kräuterschnaps). Sie dürfen ihren
Zuckerrohrschnaps noch nicht « Rum » nennen, da er noch keine
2 Jahre gelagert wurde. Auf dem
Weg zur Hoochery bogen wir noch auf den „4WD Only“- Track zur « City
of Ruins » ab (Sandsteinformationen). Der Weg
ist sandig, stellenweise recht tief. Tipp für Mieter von konventionellen
Fahrzeugen : Wagen am Straßenrand stehen lassen und zu Fuß gehen,
grob geschätzt ca. 200 m. Heute
schafften wir es auch endlich, den Diversion Dam (Lake Kununurra) zu
fotografieren.
Die
ersten 258 Kilometer auf dem Highway waren ohne besondere Ereignisse.
Zwischenstop am Turkey Creek (Warmun) Roadhouse zum Tanken (AUD 1,32/Liter!!!!!),
dann nach weiteren 50 km bogen wir nach links auf den Spring
Creek Track (4WD Only) zu den Bungles ab. Bis zum Kurrajong Camp 60 km
Spaß! Nach 15 km hatten wir schon 5 Bach-/Flussdurchfahrten hinter uns
gebracht, insgesamt waren es 19. Der Frank
River war der breiteste zu überquerende Fluss, allerdings mit Sandbänken.
Die Überquerungen sind problemlos zu meistern, manchmal ist die Ein- und/oder
Ausfahrt etwas steil. Es gibt zwei Überquerungen, wo die Passage rechts
und links durch hohe Wasserpflanzen begrenzt ist. Unser Bushcamper hat von
den Flussdurchquerungen einige nette Schlammspritzer dazubekommen. Ein
Bach war so tief, dass die Trittbretter unter Wasser standen. Der
Track ist teilweise stark ausgewaschen, steinig, kurvenreich, mit
Steigungen und Gefällen – da wurde es keine Minute langweilig. Außerdem
ist er recht schmal, für entgegenkommende Fahrzeuge muß man ausweichen. Bis zum
N.P. führt der Track über die Mabel Downs Station. Nach 53
km und 2h10min Fahrzeit kamen wir an der Ranger Station an. Kostenpunkt für
zwei Nächte: AUD 9/Fahrzeug (es sei denn, man hat einen Park Pass) und
AUD 9/Nacht & Nase. Keine Duschen, kein Trinkwasser
(muss dafür abgekocht werden), Plumpsklos. Hinweis
zum Track in der Info-Broschüre : « Caravans won’t survive
the way in. » Nett gesagt, wahrscheinlich zerbröseln sie einfach. Zum
Sonnenuntergang kraxelten wir wie viele andere auf einen felsigen Hügel
und genossen den Blick auf die rot glühende Bungle
Bungle Range und den Vollmond. Morgen
werden wir einige Schluchten zu Fuß erkunden und die Nacht im Walardi
Camp verbringen. Übrigens….
knickte heute Abend der erst vorgestern erstandene Stuhl zusammen. Kaum
hat Torsten mal ein dickeres Hemd an, ist er zu schwer für den Stuhl….
Nach notdürftiger und improvisierter Flickarbeit kann man zwar wieder
darauf sitzen, sollte aber tunlichst jede Bewegung vermeiden und sich
nicht anlehnen.
Der
Tag begann wolkenverhangen, aber warm. Ein Aussie meinte, die Wolkendecke
würde später noch aufreißen, und er sollte Recht behalten. Wir
hatten aber wegen der Bewölkung heute morgen beschlossen, auf jeden Fall
den Domes Walk zu machen und in
die Cathedral Gorge zu laufen, und dann die Wetterentwicklung abzuwarten.
Der Domes Walk führt zwischen orange-schwarz gestreiften « Bienenkörben »
durch. Einfach schön! Eine halbe Stunde lang liefen wir gemütlich durch,
dann fanden wir uns auf dem Hauptweg wieder und bogen zur Cathedral Gorge
ab. Der Weg führt am und durch den in der Trockenzeit trockenen Picaninny
River. Das Tal zieht sich langsam enger zu, ein paar Mal muss man ein
wenig klettern. Nach ca. 30 Min. kamen wir am Ende an – Felsüberhänge,
hohe steile Wände, sandiger Boden, der Rest eines Tümpels (das Wasser
war eine trübe braune Brühe, wie eine Bratpfanne mit Spülwasser drin),
erinnert im ganzen an ein Amphitheater.
Die gute Akustik animierte eine Gruppe Aussie-Touris zu mehrfachem
Absingen von « Amazing Grace ». Dritte
Station am anderen Ende der Bungle Bungle Range war Echidna Chasm, eine
ca. 100m lange Schlucht mit senkrechten Wänden, z. T. (weiter hinten drin)
nur wenig mehr als schulterbreit auseinander. Ein kleiner Teil des Tracks
dorthin führt nicht am Bach entlang oder quer darüber, nein, man folgt
dem Flussbett. Praktischerweise war aber auch dieser Wasserlauf trocken.
Wachsen am Eingang noch einige Livistonia
Palmen, so ist im weiteren Teil der Schlucht Geröll
vorherrschend. Gegen Ende muss man ein paar Mal ganz gut klettern. Lohnt
sich aber allemal. Wir
sahen zwar nicht das Nest des Bower
Birds (Kragenlaubenvogel) am Eingang der Schlucht, konnten aber das Männchen
beim Balzen beobachten. Zufrieden
und erhitzt fanden wir uns am Nachmittag doch wieder auf unserem
Stellplatz auf dem Kurrajong Camp ein, da es näher an Echidna liegt. Eine,
wie sich im Nachhinein herausstellte, weise Entscheidung, denn im Laufe
des Nachmittags kamen noch viele Leute aus dem Walardi Camp herauf, da es
dort überhaupt kein Wasser gab. Unser Stellplatz-Nachbar meinte,
wahrscheinlich läge dort ein totes Tier im Wassertank oder so…. Das
Erproben unserer Solar-Campdusche brachte eine willkommene Erfrischung.
Aufs Aufheizen des Wassers im 5 Gallonen (20 l) fassenden Beutel warteten
wir gar nicht erst. Heute
konnten wir sechs Flussdurchquerungen in unsere Bilanz aufnehmen.
Heute
hatten wir noch mal einen Höllenspaß, als wir aus den Bungles
herausfuhren. Von der
Ranger Station bis zum Info Point (53 km) 1h55min. Nicht schlecht! Die
Fahrt machte einen Riesenspaß, ein Aussie ließ uns vor mit der Bemerkung
" You’re faster than we are, you go in front. "
Selbst ein Tour Operator fuhr links ran, um uns vorbeizulassen. Anmerkung
der Redaktion: wir hatten es nicht
darauf angelegt, die Strecke besonders schnell hinter uns zu bringen. Die Bäche
wurden lässig im 2. Gang, untersetzt, durchfahren, bis auf einen. Bei
einem Bach schwappte die Brühe kurz über die Motorhaube. Am
Turkey Creek Roadhouse gab’s zur Belohnung einen Hamburger. Der weitere Rückweg nach Kununurra war bis auf ein Buschfeuer ereignislos. Nach Dirt Roads, vor allem einer so interessanten wie dem Spring Creek Track, ist ein asphaltierter Highway die reinste Schlaftablette. Nur unser Wagen sieht dem Fahrzeug, dass wir in Perth abgeholt haben, nicht mehr sehr ähnlich. 2551 km auf Dirt Roads verändern schon ein bisschen die Wagenfarbe. Kommentar
des Platzanweisers auf dem Campingplatz: "1h55’, dann bist Du aber
gut gefahren, mate, die meisten
brauchen 2,5-3 Stunden für die Strecke"(" 1h55’, then
you’ve done well mate, most people need 2.5 or 3 hours out of the
Bungles. ") Wie dem
auch sei, es war fantastisch, sowohl was wir gesehen haben, als auch das
Fahren. Torsten ist ein wahrer Fan von Flussdurchquerungen geworden! In
Kununurra ist es zwar nicht wärmer, dafür aber deutlich schwüler als an
den Bungles. Der Schweiß verdampft schneller, als er produziert wird –
daher also die Wolken…. Haben noch bis 21h30 in Shorts, Trägerhemd und
barfuss draußen gesessen, uns eine Flasche westaustralischen Rotwein gegönnt
und 30 Min. Film gesehen. Titel:
« Purnululu live and uncut ».
Wir
hatten heute einen späten Start, kamen irgendwie nicht aus den Socken. Um
8h30 waren wir endlich auf dem Weg. Es fing unspektakulär an. An der
Grenze zum Northern Territory stellten wir unsere Uhren um 1,5 Stunden vor. Dann
bemerkten wir irgendwann, dass ein ca. 10 cm langer Riss in der
Windschutzscheibe war, den es gestern noch nicht gab. Ausgehend von einem
kleinen Loch, das sich vor dem Fahrer ganz oben an der Scheibe befand. Der
Riss verlängerte sich leider schnell. Also klebten wir ein Stück Duct
Tape darüber (mit dem wir auch den unglückseligen Stuhl von Britz „repariert“
hatten). Würde das Provisorium halten? Was, wenn nicht? Fliegt uns noch
die Scheibe um die Ohren? Können wir noch bis Katherine fahren? Tja, der
Prozess verlangsamte sich zwar, war aber nicht zu stoppen. 120 km weiter,
in Timber Creek, telefonierten wir vom Roadhouse aus (keine Telstra-Handy
Deckung!) mit der Britz Roadside Assistance, die uns nach Darwin
durchstellte. Anweisung von dort: Scheibe so bald wie möglich, am besten
gleich, auswechseln lassen. Zum Glück hatten wir die Complete Cover und
neben dem Roadhouse war eine KfZ-Werkstatt und
er hatte Scheiben vorrätig (hm… ob so was öfter vorkommt?). Nach
ganzen 30 Min., die wir uns mit dem Verzehr von Barra-Burgers vertrieben
– und dabei von einem Blue Heeler* beneidet
wurden - konnten wir gut gelaunt und erleichtert weiterfahren. Kostenpunkt :
AUD 250, die natürlich von Britz erstattet werden. Die neue Scheibe läßt
durch ihre Sauberkeit den Rest des Wagens noch dreckiger aussehen. Welche
Ironie…. nach all den Kilometern auf ungeteerten Strassen schlägt uns
ein Stein (und es muss ein kleiner gewesen sein, da wir nichts bemerkt
haben) ein Loch in die Windschutzscheibe, kaum, dass wir uns wieder auf
Asphalt befinden ! Keine 5.
Min. nach unserer Abfahrt aus T.C. kamen wir an einem riesigen Buschbrand
vorbei, der höchstens 5 m von der Strasse entfernt auf der linken Seite
loderte. Aus der Gegenrichtung kamen uns Wagen entgegen. Also rein in das
Chaos aus 5m hohen Flammen, undurchdringlichem Qualm und Greifvögeln in
der Hoffnung auf leichte Beute – den flüchtigen Kleintieren. Einen
Augenblick lang fühlten wir uns wie zwei Sandwichs auf dem Toaster, uns
wurde im wahrsten Sinne des Wortes warm, und dann waren wir durch. Und wir
dachten gestern noch, die grob 500 km Highway würden
todsterbenslangweilig…. so kann man sich irren!! In
Katherine haben wir wie 1997 auf dem Riverview Caravan Park noch mal Glück:
gerade noch 3 kleine Powered Sites waren frei. *
anderer Begriff für Australian Cattle Dog. « Blue » da sehr
oft blau meliert (blue merle) und « Heeler »: beim Treiben
zwicken die Hunde die Rinder in die Hacken, um diese zu beschleunigter
Gangart anzutreiben bzw. in die gewünschte Richtung zu treiben.
Nach
320 km Asphalt und ohne besondere Vorkommnisse kamen wir am Boomerang
Caravan Park an. Haben gleich eine Self-Contained Unit (wie ein
Motelzimmer) für die letzte Nacht reserviert, damit wir uns beim
Taschenpacken so richtig ausbreiten können. Den
Nachmittag verbrachten wir mit einem Zug durch Darwins uns wohlbekannte
Souvenir Shops. Es gab kein Problem, sehr schnell sehr viel Geld der
australischen Wirtschaft zuzuführen. Anschließend
ging’s zum Mindil Beach Market (Donnerstags und Sonntags nachmittags).
Den kannten wir auch noch von 1997, nur schienen diesmal wesentlich
weniger Verkaufsstände aufgebaut zu sein. Nach Erwerb von zwei
Kunstdrucken mit Papageien und dem Verzehr von Poffertjes und « normalen »
Pfannkuchen mit Vanille-Eis fuhren wir noch einmal in die Mitchell Street.
Beim Abgehen der Mall (Fußgängerzone) zwecks Tausch Geld gegen Souvenirs
hatten wir nämlich mit leichtem Erschrecken festgestellt, dass unser
Lieblingsrestaurant, das Hog’s Breath Café, weg war! Fünf Minuten
vorher hatte Torsten noch rumgeblödelt « … gleich kommt die
Hiobsbotschaft – HRC gibt’s nicht mehr. » Am Mindil Beach
konsultierten wir die Broschüre über Darwin und stellten fest, dass es
nur in die Mitchell Street umgezogen war. Also hin und einen Tisch auf der
Terrasse für morgen Abend reserviert (empfehlenswert). Morgen
besuchen wir noch mal den Litchfield N.P., diesmal aber über die
Schotter-Zufahrt!
Heute
morgen haben wir die Bekanntschaft von Keith aus Hervey Bay/Qld gemacht.
Er fragte, wo der Dreck auf unserem Wagen herkäme. Als Torsten erzählte,
bekam Keith bei «70 Creek Crossings» glänzende Augen. Den Holden
Jackaroo bezeichnete er als « sissy car », den Toyota Heavy
Duty Landcruiser (also u.a. unseren Bushie) als « a man’s car ».
Keith ist wirklich ein Goldstück, als wir nachmittags zurückkamen,
mussten wir feststellen, dass die Campingplatzverwaltung uns zu Gunsten
anderer Camper (die schließlich mit einem Tag Verspätung ankamen)
umquartiert hatte. Keith hat sich um unsere Sachen gekümmert und uns auf
unseren neuen Platz eingewiesen, er ist wirklich ein echter mate!
Jetzt stehen wir direkt vor den Waschräumen mit dem Erfolg, dass ständig
wieder Fußlahme über unseren Platz schlappen. Wir
bogen kurz hinter Berry Springs (genauer: Tumbling Waters Caravan Park)
auf die « formed gravel road » zum Litchfield N.P. ein. 42 km
Schotter anstelle Asphalt unter den Rädern – leicht zu fahren! In der
Trockenzeit ist sie auch für 2WDs offen. Dann ein paar Kilometer Teer bis
zu den Wangi Falls, wo wir
eine kurze Pause einlegten. Ein ca. 1 m langer Goanna
lief uns fotogen über den Weg und vor die Linse. Im Pool wie 1997 viele
Badende. Nächster Halt nach 9,5 km Dirt (4WD Only) und einer nassen
Bachquerung: Tjaynera Falls
(Sandy Creek Falls). Vom Parkplatz aus (es gibt dort auch ein Bushcamp) läuft
man 1,7 km und 30 Min. bis zu den Fällen. Eine schweißtreibende
Angelegenheit (Trinkwasser mitzunehmen kommt echt gut), aber es lohnt sich:
klares, grün schimmerndes Wasser, ein hoher Wasserfall und himmlische
Ruhe, da wir während unseres Aufenthalts dort die einzigen waren. Die
ausgeschilderte Abfahrt zur Blyth Homestead (verlassen) ist ab der
Homestead Richtung Lost City gesperrt. So erklärte uns der Fahrer eines
entgegenkommenden Wagens. Sobald man wieder auf der Litchfield Park Road (asphaltiert)
ist, fährt man ca. 12 km Richtung Batchelor und biegt dann nach rechts
auf den anderen, nicht gesperrten und ausgeschilderten
4WD Track zur Lost City ab. Was wir nach Besichtigung der Tjaynera Falls
auch taten ! Der
Track zur Lost City ist 10,5 km lang, sehr holprig, schmal –
stellenweise sehr schmal – Fahrzeit 30 Min., und lohnt den Aufwand! Lost
City ist eine Anhäufung von unterschiedlich großen, schwärzlichen Sandsteinformationen,
die an Ruinen von Häusern, Türmen oder Toren erinnern. Insgesamt
brachten wir es so heute noch mal auf 124 km auf Dreck und Schotter. Abends
gab es im Hog’s Breath ein hervorragendes Steak australischen Ausmaßes,
untermalt von Unterhaltung in bayrisch am Nachbartisch.
Shopping
& Fotos entwickeln lassen. Morgens
nett mit Jon (eingewanderter Holländer) und Keith geschnackt. Abends
packten wir dann widerwillig unsere Taschen.
Ein
schwarzer Tag in unserem Leben. Wir müssen wieder zurück….. Aber wir
planen schon fürs nächste Jahr! See
ya later, Oz!
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