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Lonely
Planet City Guide
Endlich da! Nach ca. 24stündiger Reise und plattgesessenem Hintern wankten
wir vom Flieger zum Taxi. Zum Glück hatten wir Sitze am Notausgang, aber
dennoch ist das Ankommen und die erste Dusche immer wieder schön. Das
Hotelzimmer ist klein aber sauber.
Kaum ausgeschlafen, ging es nach einem leichten Frühstück
mit dem Bus nach
„The Rocks", der Altstadt Sydneys. Das Wetter war vom feinsten: 19°C,
Sonne, blauer Himmel. In The Rocks sahen wir gleich Cadman’s Cottage, das 1.
Haus Australiens, „where it all began". Weiter ging's am Wasser entlang
bis zur dort im Sydney Harbour liegenden Replik der Bounty, gleich vor der
Harbour Bridge. Nach Film- und Fotoaufnahmen von Brücke und Oper wandten wir
uns der Bounty zu – und buchten spontan die heutige Lunch Cruise zu AUD
55/Person. Es war super! Die Crew in Kostümen; „Captain Red", „Fletcher"
und der Quartermaster zogen eine gute Show ab. Immerhin ist die Bounty das
einzige voll getakelte Schiff ihrer Art, das voll segelfähig ist und kommerziell
genutzt wird (in Privatbesitz). Sie wurde 1979 in Neuseeland gebaut, für das
Film-Remake „Meuterei auf der Bounty" mit Mel Gibson und Anthony Hopkins.
Später war sie im Film die „Piquod" von Captain Ahab auf seiner Jagd
nach Moby Dick. Ihr voller Name ist übrigens HMAV (und nicht HMS) Bounty = Her
Majesty’s Armed Vessel. Wegen Flaute sind wir nicht weit von Sydney
weggekommen und Captain Red hat uns nach zweistündigem Aufkreuzen in Hafen zurückgebracht, wo wir uns von den
Schlägen der neunschwänzigen Katze erholen
konnten.
Noch ein kurzer Rundgang durch The Rocks – u.a. die Gasse „Suez
Canal" – dann gingen wir zu Fuß zurück zum Hotel. Nach einer Pause mit
Nickerchen machten wir uns wieder zu Fuß auf zum Hard Rock Café. Unsere
kanadische Bedienung, Mike aus New Brunswick, servierte uns dort Aussie Burger,
sprich: the lot!! Für unsere Verdauungszigarette mussten wir an die Bar
wechseln, gönnten uns jeder noch zwei Bierchen und verließen schließlich mit
den üblichen Souvenirs die gastliche Stätte.
Am freundlich beleuchteten Hyde Park vorbei gelangten wir
zurück zum Hotel.
Morgen steht erst mal Darling Harbour mit dem Sydney Aquarium auf dem Programm.
Der heutige Tag war eindeutig maritim geprägt. Ziel des Tages war Darling
Harbour. Erste Besichtigung: das Sydney Aquarium, in dem alles, was in
Australien eine Luftfeuchtigkeit von 100% braucht, vertreten war. Es besteht
aus vielen kleinen Aquarien und großen, die man durch Tunnel durchquert;
Insassen: alle möglichen Fische aus ganz Oz, Seehunde, Haie, Rochen, ein Salty….
Zweite Station war das National Maritime Museum. Wir haben die Nachbauten der
Segelschiffe Endeavour (genau, die von Cook) und Batavia (Ostindiensegler aus
Holland) angesehen und sofort begriffen, warum Seeleute damals zur Heuer
gepresst (geprügelt) werden mussten. Es war nicht wegen der Maden im Brot –
die fallen wohl eher unter Speiseplanbereicherung. Es reicht allein die Vorstellung,
auf einem diese Schiffe fahren zu müssen, bei der Enge und der mangelnden bzw.
nicht vorhandenen Hygiene!
Die U-Boote waren auch nicht viel besser, wie wir auf der „Onslow"
sehen konnten. Claudia musste gegen einen Anfall von Klaustrophobie ankämpfen und
verließ das Boot schnell wieder.
Anschließend fuhren wir mit der Monorail und gaben im Olympic Store viel
zuviel Geld für Souvenirs aus.
Zum Abendessen waren wir noch mal im HRC; weil es dort brechend voll war,
mussten wir leider lange warten: auf einen Tisch, aufs Essen und auf die
Rechnung.
Wir haben nicht unseren gebuchten Elite-Campervan von Britz bekommen, sie
hatten keinen mehr verfügbar… stattdessen fahren wir nun mit einem luxuriöser
ausgestatteten Explorer durch die Gegend (ausgelegt für 4 Personen
im Gegensatz zum Elite, der für 2 Personen ist)! Ohne Aufpreis, versteht sich.
Trotz zügigen Vorankommens haben wir eine Stunde gebraucht, um Sydney zu
verlassen. Auch außerhalb war der Verkehr für (die von uns gewohnten)
australische Verhältnisse sehr dicht, für unsere Begriffe immerhin lebhaft.
Die Fahrstrecke war weitgehend zweispurig, allerdings mit vielen Baustellen. Es
gab keine Höhepunkte, die Landschaft war überraschend hügelig, aber nicht spektakulär. Wir haben insgesamt vier grasende
Kängurus gesehen sowie einen
Kookaburra („Lachender Hans", s. Bildergalerie ‚Wildlife‘).
Dann hieß es eigentlich nur noch Kilometer schrubben, um noch vor
Sonnenuntergang am Ziel zu sein, was wir gerade noch so schafften. P.M. schein
ein nettes kleines Städtchen zu sein (nach dem, was man so im Dunkeln sieht).
Da Torsten erst mal das Schloss an der Tür zum Wohnbereich reparieren musste,
kamen wir erst um 9.00 Uhr los. Wir machten einen Abstecher nach Crescent
Head,
einem wilden rauen Küstenabschnitt, der in seiner Form mit den schroffen
Klippen an Wales oder Irland erinnert. C.H., ein kleiner Ort, ist malerisch
direkt am Meer gelegen. Auf dem Weg dorthin sahen wir schon mal mehrere
Kookaburras. In C.H. besichtigten wir den Strand (mussten zu dem Zwecke den
Golfplatz überqueren, tststs) und genossen die Aussicht vom Hügel Nobby’s
Head auf Ort, Strand und Meer.
Der zweite Abstecher führte uns zum Trial Bay Gaol (gaol = jail =
Gefängnis)
mit Sichtung eines weiteren Kookaburras, den Torsten fotografieren konnte. Der
„Kookie" (wie wir sie der Einfachheit halber nannten) sah ihm sehr
interessiert zu.
Anschließend ging's weiter zum Smoky Cape
Lighthouse, wo wir nicht nur den
schönen Ausblick übers Meer genossen, sondern auch noch vorbeiziehende
Buckelwale und eine Schule fischender Delphine beobachten konnten.
Die Landschaft war heute sehr schön, alles dabei von Bergen bis Wasser. Wir
sind an der Nordküste von NSW mit schon vielen Zuckerrohrfeldern.
Wegen dieser netten Abstecher hieß es dann einmal mehr Kilometer schrubben.
Um 18.30 Uhr landeten wir glücklich auf dem Lakeside Caravan Park (sehr schön!)
außerhalb von Ballina. Dunkel ist es allerdings schon um 17.00 Uhr. Man muss im
Dunkeln auf Kängurus aufpassen. Wir haben zum Glück im wahrsten Sinne des
Wortes keines getroffen. Die Strecke war allerdings stark befahren, vielleicht
schreckt das die Hopser ja ab.
Der Norden von NSW hat sich zum Abschied von seiner schönsten
Seite gezeigt.
Berge, Kaffee- und Bananenplantagen sowie Zuckerrohrfelder kündigten die Tropen
an.
Unser erster Halt war Byron Bay mit gleichnamigem Kap, dem
östlichsten Punkt
Australiens, dekoriert mit einem schönen Leuchtturm. Der Ausblick ist wunderschön, das Wetter war prima – was will man mehr?
In B.B. verzehrten wir einen Hamburger auf frischgebackenem
Brötchen (yummy)
von ansehnlichen Ausmaßen. Gut, dass wir uns nur für das Basismodell
entschieden hatten!
Mit leichtem Bedauern machten wir uns auf nach Surfers Paradise (welch
ironischer Name!) an der berühmt -berüchtigten Gold Coast, die man aufgrund des
vielen Betons lieber in „Concrete Coast" umbenennen sollte. Wir fuhren
denn auch spontan und ohne anzuhalten durch und raus, die Ecke erinnert doch zu
sehr an Horrorvisionen wie Benidorm, Costa Brava, Ballermann usw.
In Brisbane fanden wir (wegen des neuen Motorway 1 bzw. des vom Highway zum
Motorway mutierten Pacific Highway????) die Abfahrt zum vorab ausgesuchten
Campingplatz nicht (das erste Mal in allen 3 Urlauben!!) und landeten schließlich
in diesem kleinen, gottverlassenen Ort. Einziger Vorteil: die
morgige Fahrstrecke nach Hervey Bay verkürzt sich auf 200 km.
Morgen geht es weiter zu neuen Ufern an der Sunshine Coast.
Unser Weg führte uns über
Nebenstraßen zunächst zu den Glasshouse
Mountains. Das ist eine Anhäufung von einzelstehenden, z. T. eigenartig
geformten Bergen, die sich zwar zum Teil wolkenverhangen präsentierten, aber
trotzdem sehr schön waren. Bis auf ein kleines Stück vermieden wir den Pacific
Highway und fuhren über kleinere Highways. Heute war der erste Tag, an dem beim
Fahren das uns bekannte Oz-Feeling aufkam. Endlich mal Platz und Muße zum
Schauen! Die Landschaft war geprägt durch ausgedehnte Pinienwälder,
durchbrochen von Kaffee- und Zuckerrohrplantagen.
Hervey Bay ist ein schöner Ort. Wir kamen schon gegen 14H30 an, checkten
gemütlich auf unserer en-suite site auf dem Fraser Caravan Park ein und fuhren
ebenso gemütlich zu Woolies, um unseren Kühlschrank aufzufüllen.
Für morgen ist ein organisierter Tagesausflug nach Fraser Island geplant.
Dort werden wir mit 4WD-Bussen zu den Naturschönheiten gefahren.
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21.06. Hervey Bay / Fraser Island
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Der Ausflug war total super. Das Wetter war
traumhaft. Um kurz vor 8.00 Uhr wurden wir am Caravan Park abgeholt. Dann ging's
unter Aufsammeln weiterer Teilnehmer zum Hafen nach Urangan, wo schon die Fraser
Dawn, eine kleine Fähre, auf uns wartete. Die beiden Einsammler-Busse blieben
stehen, dann wurden wir plus die Teilnehmer einer Zwei-Tage-Tour, deren kleiner
4WD Bus mitkam, ca. 50 Minuten lang nach F.I. gefahren. Unterwegs sahen wir sogar
3 Delphine, aber die Burschen entzogen sich schnell der allgemeinen Film- und
Fotowut. Die Fraser Dawn legte direkt am Strand an, wo bereits 2 4WD-Busse
unserer harrten. Wir stiegen bei Uwe ein, einem deutschen Auswanderer. Die
gesamte Führung war auf Englisch, und er schlug all jenen, die „Uwe"
nicht aussprechen können, vor, ihn „Jim" zu nennen. Wir hatten schon auf
der Fähre seine Bekanntschaft gemacht.
Uwe machte seine Sache ausgezeichnet: ohne Luft zu holen,
erklärte, erzählte und zeigte er durchweg interessante Sachen; dabei fuhr er den Bus
über schmale (schneeweiße) Sand-Tracks – auf Fraser gibt es keine einzige
befestigte Strasse.
Kurz einige Details zu Fraser Island: größte Sandinsel der Welt, World
Heritage Area, große Süßwasservorkommen, sehr viel Wald einschließlich Regenwald mit bis zu 70 m hohen und teilweise uralten
Bäumen, über 600
verschiedenen Pflanzenarten, über 300 verschiedene Tiere.
Durch den Yidney Scrub (Regenwald) an der Ostküste der Insel gingen wir eine
kurze Strecke zu Fuß, um die Schönheit der Urwaldriesen so richtig genießen zu
können. Anschließend mußte uns Simon, der Fahrer der 2-Tage-Tour, erst mal anschleppen, da unser alter Bus den Dienst verweigerte.
Nächster Stop: ein
leckerer Buffet-Lunch im Fraser Island Retreat.
Über den Strand (an dem die gleichen Verkehrsregeln gelten wie auf allen
anderen Strassen Australiens) fuhren wir dann zum Schiffswrack „Maheno".
Die Maheno, zu dem Zeitpunkt ein Kreuzfahrtschiff, wurde 1935 von einem Zyklon
auf Land geworfen. Wir sahen außerdem noch bunte Sandsteinfelsen und einen
Dingo! Die Dingos von F.I. sind die reinblütigsten von ganz Australien, da es
auf der Insel keine Haushunde gibt, mit denen sie sich vermischen könnten. Der
Dingo reagierte eher gelangweilt auf die begeistert knipsenden Touristen.
Sehr schön war der Spaziergang am flachen, geradezu idyllischen Eli Creek.
Weiter führte uns der Weg zum Lake
Garawongera. So ähnlich muss es im Paradies
ausgesehen haben…. Wir hätten darin baden können, jedoch machte Uwe uns
darauf aufmerksam, dass wir sämtliche „Chemie", wie Parfüm, Mücken- und Sonnenschutzmittel, zuvor von unserer Haut zu entfernen
hätten. Die unverfälschte Reinheit des Wassers soll erhalten bleiben. Daraufhin
verzichteten alle auf ein Bad.
Zurück zum Moon Point, wo uns die Fraser Dawn wieder aufsammelte und ans
Festland zurück brachte.
Fazit: traumhaft, ein absolutes MUSS!!!!
Nachdem wir sozusagen mit „Ahab", der niedlichen Ente mit dem
verkrüppelten rechten Fuß, und seinen Kumpels gefrühstückt hatten, nahmen
wir wieder den Highway unter die Räder. Und zwar im Nebel – wer hätte das
von Oz gedacht. Schon nach kurzer Zeit setzte sich jedoch die Sonne durch, und
wir fuhren bei schönstem Wetter über kleine, kaum befahrene Highways, vorbei
an Termitenhügeln, nach Bundaberg. B. ist eine sehr schöne Stadt, die sich zu
Recht „Tidiest Town in Queensland" (sauberste Stadt in Q.) nennen darf.
Natürlich besichtigten wir die berühmte Rumbrennerei (na ja, gut,
vielleicht nicht so berühmt… das liegt aber nicht an der Qualität des Rums,
sondern schlicht und ergreifend daran, dass die Aussies 95% der Produktion
selber trinken J ). Die geführte Tour war sehr
interessant. Die Melasse (Kommentar unserer Fremdenfuehrerin: „In there are 3
million headache babies waiting to be born" = „Da drinnen warten 3
Million Kopfschmerz-Babies auf ihre Geburt") sieht zum Abgewöhnen aus,
aber erst recht die Unreinheiten, die hinterher noch rausgefiltert werden….
ein fieser Schlick… Das kann „alles sein, was bei der Zuckerrohr-Ernte so
kreucht und fleucht…" Ob daher das besondere Bundy-Aroma kommt? J
J J J
In der Halle mit den riesigen Fässern darf weder geraucht noch
fotografiert noch mit Handies telefoniert werden. Grund: zu gefährlich wegen
des Alkohols in der Luft, der kleinste Funke würde das Ganze hochgehen lassen.
Zum Abschluss gab es noch einen im Eintrittspreis von AUD 5 enthaltenen
Drink. Claudia nahm den „Fantasy" – Bundy Kaffee/Schokoladenlikör mit
Fanta und einem Schuss Sahne; hört sich komisch an, schmeckt aber superlecker.
Torsten entschied sich für „Dark & Stormy" – Bundy Rum mit
hauseigenem Ginger Beer. Auch lecker!
Souvenirs mussten wir natürlich auch kaufen und verließen
so um einige
Dollar erleichtert die Destille.
Im Gepäck: eine Flasche Bundy Black Rum (10 Jahre gereift, pro Jahr nur 1
Fass) und eine Flasche Bundy Liqueur.
Mit leichtem Bedauern verließen wir die Stadt des Rums. Die heutige Fahrt
führte uns zunächst zu den Mystery Craters etwas nördlich von Bundaberg. Es
ist eine interessante Formation von 35 Kratern auf kleinstem Raum, ca. 50 m lang
und höchstens halb so breit. Über deren Entstehung gibt es keine gesicherten
Erkenntnisse, daher auch der Name. Das Ganze befindet sich auf privatem Grund
und kostet AUD 4 Eintritt pro Nase. Unserer Meinung nach ein bisschen überteuert, obwohl die Sache schon interessant ist. Wir setzten unseren Weg
fort – hauptsächlich über den Bruce Highway, mit einem kurzen Scenic Loop über Gladstone.
Ein am helllichten Tag grasendes Eastern Grey Kangaroo
blieb mangels passender Haltemöglichkeiten unfotografiert L .
Dafür kamen uns noch 2 Kakteen und ein inmitten blühender Pflanzen grasendes Pferd
sowie 2 Loris vor die Kamera.
Ansonsten war dieser Tag im wesentlichen gemütlich.
Ob wir morgen auf den Wendekreis des Steinbocks treffen? Vor Rockhampton
haben wir ihn jedenfalls nicht gesehen.
Anmerkung zum harten australischen Winter: Torsten hat es irgendwie geschafft,
sich zu erkälten. Na ja, gut, für Aussies ist dies die Jahreszeit der Grippen
und Schnupfen, bei den für sie vergleichsweise niedrigen Temperaturen…
Den Wendekreis des Steinbocks haben wir wieder nicht gesehen. Vielleicht
haben sie das Denkmal auch abgebaut…
Die Fahrt führte durch hügelige Landschaft und war bestimmt durch teilweise
bis zum Horizont reichende Zuckerrohrfelder. Viele der Zuckerrohrpflanzen blühten, ein toller Anblick!
Kurz vor der Abzweigung nach Airlie Beach hielten wir an einem Infocenter, wo
gerade eine Aktion in Gang war, bei der kostenlos Wagen (von außen und von
Hand) gewaschen wurden. In den Genuss kam auch unser Camper, wir bekamen Kaffee,
Sandwiches und Kuchen. Auch umsonst.
A.B. ist ein sehr touristisches, aber traumhaft schönes
Städtchen mit
herrlicher Lage am Berg und Blick auf die Bucht und die Whitsunday Islands.
Unser Caravan Park ist gegenüber vom Strand und in unmittelbarer Nähe vom Hog’s
Breath Café… dort gönnten wir uns einen ‚jug‘ (Krug) Bier und leckere
Mozarella Cheese Sticks.
Auf dem Campingplatz stehen 2 Plätze neben uns ein deutscher Auswanderer und
seine australische Frau. Er sprach uns gleich an. Die beiden bauen hier ein Haus
und wohnen bis zur Fertigstellung desselben in ihrem Wohnwagen auf dem
Campingplatz. Sie füttern jeden Tag, übrigens auf dem Stromkasten unseres
Stellplatzes J , 3 Kookaburras (Tweedle-Dee, das
Weibchen; Tweedle-Dum, das Männchen und eines ihrer Kinder), was wir
hoffentlich noch sehen werden!
Zunächst konnten wir die Fütterung der Kookies mit Hackfleisch beobachten
(Kookaburras sind mit unseren Eisvögeln verwandt, fressen Fische, Insekten,
Kleingetier, Schlangen). Anschließend stand der hiesige Wildlife Park des „barfüßigen
Buschmanns" Rob Bredl auf dem Programm, in dem es viele Tiere gibt:
Schlangen (nun haben wir auch mal einen lebenden Vertreter des berüchtigten Western Taipans, der giftigsten Schlange der Welt, gesehen), Enten, Pelikane,
schwarze Schwäne, Loris, Kakadus, viele andere einheimische Vögel,
Meerschweinchen (hoffentlich nicht doch als Schlangenfutter L
), Dingos sowie Salties und Freshies (die beiden australischen Krokodilarten)
sowie Koalas.
Die Salty und Koala Shows waren sehr informativ. Koalas sind in
Südost- und
Ostaustralien verbreitet und fressen laut Rob 200 von 800 vorhandenen
Eukalyptusarten. Sie stinken übrigens wirklich 10 m gegen den Wind!
Zurück auf dem Campingplatz luden unsere australisch/deutschen Nachbarn uns
auf ein Bierchen ein. Danach genehmigten wir uns noch zusammen einen „Sundowner"
im Clubhaus des Yachthafens. Ein gelungener Abschluss des Tages vor traumhafter
Kulisse!
Die Kookies ließen sich zum Abschied noch mal sehen. Nachdem wir mit unseren
neugewonnenen Freunden Adressen ausgetauscht hatten, machten wir uns auf den Weg
nach M.B.
Townsville ließen wir links liegen, da die beiden meinten, ein Abstecher
lohne sich nicht.
Inzwischen beherrschen Regenwald, Bananen und immer noch Zuckerrohr die
bergige Landschaft.
Mission Beach ist ein winzig kleiner Badeort mit einem traumhaften,
palmengesäumten Strand, umgeben von tropischem Regenwald. Es soll hier viele
Helmkasuare (große, vom Aussterben bedrohte Laufvoegel; in der Bildergalerie
ist ein Foto zu sehen). Die Gegend von Mission Beach und Tully verzeichnet mit
4500 mm Australiens höchste jährliche Niederschlagsmenge.
Unterwegs hielten wir an einem Flüsschen, um einen Jabiru (austral. Storch)
zu fotografieren. Dabei kamen uns gleich noch brennende Zuckerrohrfelder vor die
Linsen.
Der Campingplatz ist sehr schön, bis auf die „erquickende" Musik
eines Alleinunterhalters, der uns zwei Stunden lang mit seinem Gejaule beglückte.
Wir begannen den Tag mit einem kleinen Spaziergang am 14 (vierzehn) km langen
Sandstrand von M.B..
Unterwegs besuchten wir das Zuckermuseum in Mourilyan, in dem uns
zunächst ein Film über Geschichte, Anbau, Ernte und Vermarktung des Aussie Zuckers
vorgeführt wurde. Anschließend sahen wir uns noch die kleine, aber
interessante Ausstellung an und kauften im Souvenirshop echten australischen
Honig.
Durch Zufall haben wir in Erfahrung gebracht, dass im „Hohen Norden"
Queenslands außer Kaffee auch Pfeffer angebaut wird.
Cairns begrüßte uns ebenso wolkenverhangen und regnerisch, wie uns Mission
Beach verabschiedet hatte. Der von uns ausgesuchte Caravan Park war voll, so
dass wir am Ende im Caravan Park „Crystal Cascades" landeten. Der ist
zwar 12 km außerhalb der Stadt, aber sehr schön, super-sauber und wunderbar
gelegen: umgeben von Regenwald und himmlisch ruhig… Wir haben den Eindruck,
dass wir die einzigen Ausländer sind, die den Weg hier heraus gefunden haben.
Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns eine kleine Shopping-Tour durchs
Cairns Central Shoppingcenter, einer riesigen Anlage mit mehr als 180 Geschäften.
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28.06. Cairns – Kuranda – Cairns
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Zuerst kraxelten wir mit unserem Camper über Serpentinen bis zum ehemaligen
Hippie-Dorf Kuranda, dem „kleinen Dorf im Regenwald" hinauf, um seine berühmten
Märkte zu besichtigen. Heute ist es eher kommerziell. Dort kann man
alle nur erdenklichen Souvenirs sowie Fressalien und Getränke käuflich erwerben.
Der Höhepunkt war „Birdworld", eine großes Freifluggehege
für 50
verschiedene einheimische und ausländische Vogelarten, im wesentlichen
Papageien und Sittiche. Kostenpunkt: AUD 10/Person. Ein Edelpapageien-Männchen flog
zunächst Claudia auf den Kopf und freundete sich dann mit Torsten an. Er
kletterte munter auf Torsten herum, versuchte dessen Brille abzusetzen und
wirkte zutiefst enttäuscht, als Torsten es irgendwann schaffte, ihn abzusetzen.
Na ja, jedenfalls bis die nächsten Touristen des Weges kamen…. Ein anhängliches
Kerlchen jedenfalls.
Diese Voliere ist eigentlich das Sehenswerteste von Kuranda. Die Skyrail –
eine Seilbahn, die knapp über die Baumkronen hinweg nach Kuranda hinaufschwebt
– nahmen wir wegen des regnerischen Wetters nicht. Bei gutem Wetter muss der
Blick hinüber nach Cairns und dem Meer super sein.
Den Rest des Tages haben wir in Cairns vertrödelt.
Nach Übernahme unseres Britz Bushcampers (auf Toyota Landcruiser Basis,
4WD-Minicamper für 2 Personen) fuhren wir vorbei an Zuckerrohrfeldern, wunderschönen
Stränden und dem immer dichter werdenden Daintree Regenwald (übrigens:
noch eine World Heritage Area!) zum „Cape Trib", wie die Aussies kurz
sagen. Unterwegs überquerten wir per Autofähre den Daintree River und
kletterten auf den Canopy Tower, einen offenen, 25 m hohen Holzturm und fuhren
zu guter Letzt erst mal am urigen Resort „PK’s Village" vorbei. Dieses
besteht aus mehreren Holzhütten für Backpacker (Rucksacktouristen), einigen Plätzen
für Zelte, ein paar Stellplätzen ohne Stromanschluss für Campervans
und einer Bar mit Restaurant. Die Übernachtung war also unter einfachen Verhältnissen
und ein bisschen abenteuerlich.
Hinter unserem Stellplatz führt ein „Boardwalk" durch Mangrovensumpf
zum Strand. Letzterer ist wunderschön.
Hinter PK’s Village beginnt die „Four Wheel Drive Only" Strecke.
Unser Bushcamper trug uns wacker über Schotter und Matsch, steile Steigungen
hinauf und Hänge hinunter, durch mehrere Bachläufe hindurch und über enge,
teilweise serpentinenartigen Strassen bis zur Bloomfield River
Crossing. Die war
über die Steinfurt ganz easy und dahinter wurde die immer noch unbefestigte
Strasse auch leichter zu befahren. Es gab atemberaubende An- und Ausblicke. Der
wohl atemberaubendste war der Black
Mountain, bestehend aus schwarzen Granitblöcken. Nett anzuschauen: das historische Lion’s Den Hotel.
Cooktown verließen wir gleich wieder enttäuscht, wir fanden es zu trist,
und entschieden uns spontan zur Weiterfahrt nach Mareeba in den Atherton
Tablelands. Bis zum Lakeland Roadhouse war die Strasse noch unasphaltiert, und
wir sahen dort dann endlich wieder die von uns so heißgeliebte Buschlandschaft
mit Eukalyptusbäumen, Kakadus und Galahs. Am Roadhouse tranken wir zum ersten
Mal in unserem Leben australischen Kaffee, der erst seit ca. 20 Jahren in der
Gegend angebaut wird. Lecker!
Nach einem kühlen Morgen, an dem wir von Kookaburras geweckt wurden, und
beobachten konnten, wie diverse Vögel 2 Possums von einem Baum zu verjagen
trachteten, machten wir uns auf nach Westen. Unser Weg führte durch Ravenshoe,
der angeblich am höchsten gelegenen Stadt Queenslands an der angeblich am höchsten
gelegenen Strasse. Weiter ging's auf dem z. T. nur einspurig geteerten
Kennedy Highway bis zum Naturschutzgebiet Undarra, wo wir an einer Führung durch die gleichnamigen
Lavaröhren teilnahmen. Es handelt sich dabei um
ehemalige, mittlerweile natürlich erkaltete Lavaströme, deren oberste Schicht
bereits erstarrt war, während in der Mitte noch die heiße Magma strömte. Dies
hat in Zusammenwirkung mit Erosion und Witterungseinflüssen im Laufe der
Jahrtausende zur Ausformung dieser großen Höhlen/Röhren geführt. Ein
beeindruckendes Phänomen, interessant und witzig erklärt durch unsere
Tour-Guide Kay. Ein US Geologe aus Hawaii soll diese Röhren als „das
Kronjuwel aller Lavaröhren" bezeichnet haben. Im umliegenden Gebiet gibt
es sage und schreibe 164 erloschene Vulkane.
Um 17.30 Uhr machten wir uns auf die 30 km nach Mount Surprise. Keine Minute
zu früh, denn es wurde langsam aber sicher dunkel! Im Resort hatten wir zwei
Eastern Grey Kangaroos und ein Rock Wallaby gesehen. Auf den ca. 15-20 km
asphaltiertem Highway bis zum kleinen Ort Mount Surprise sahen wir 4 Wallabies:
das erste etwas weiter weg auf einem Hügel sitzend; das zweite saß am Straßenrand
und sprang in den Busch zurück; das dritte saß auf der
Strasse – Torsten wich aus – Wallaby sprang in Busch zurück, und das vierte
kam von rechts, sprang – ungelogen! – geduckt unter den Wagen, blieb
anscheinend kurz sitzen und sprang hinter dem Wagen auf der anderen Straßenseite
in den Busch…. Augenzeugen: eine Familie die hinter uns fuhr und
mit uns auf der Undarra-Tour gewesen war.
Waren wir froh, als wir auf dem Campingplatz ankamen!
Nach Beobachten, Fotografieren und Filmens eines atemberaubenden
Sonnenaufgangs über dem Busch hinter dem Campingplatz frühstückten wir gemütlich
in der Sonne und machten uns anschließend auf den Weg. Als wir
endlich eine unbefestigte Strasse nach Norden gefunden hatten, frönten wir
wieder den Freuden des Off-Road-Fahrens. Ein einziges Auto begegnete uns,
ansonsten waren wir alleine mit dem Busch und der Dirt/Gravel Road. In Herberton
gab einen einen wohlverdienten Snack, Meat Pies für uns und Diesel für unseren
Bushcamper. Die von dort nach Atherton geplante Off-Road-Etappe musste entfallen,
weil die Strasse nur mit Genehmigung befahren werden darf. Also wandten wir uns
wieder gen Süden zu den Millstream
Falls, den breitesten Wasserfällen Australiens. Claudia durfte die paar 100 Meter Schotterweg von den
Fällen zum
Highway fahren, auf dem es zu den Tully Falls in der gleichnamigen Tully Gorge
ging. Die Strasse dorthin führte durch tropischen Regenwald und war sehr schmal
und sehr kurvenreich. Zum Glück war kaum jemand unterwegs, bei Gegenverkehr hätte
einer halbwegs in Gebüsch ausweichen müssen. Der letzte Kilometer zum
Aussichtspunkt war mal wieder unbefestigt.
Auf dem Weg nach Atherton machten wir noch kurz Halt am „Windy Hill" („stormy"
wäre durchaus angebrachter), wo sie gerade einen Windgeneratoren-Park aufbauen.
Der Woodlands Caravan Park in Atherton ist sehr schön, die Besitzer sehr
freundlich und an der Rezeption kann man hausgemachte, saftige, Mangochips
kaufen.
Ein etwas peinliches P.S.: Wir haben nur 5 Tage gebraucht, um zu merken, dass
man die Klappe des Geschirrfachs in unserem Camper als Klapptisch nutzen kann….
Zunächst fuhren wir zum Lake Timaroo (Stausee), um auf der Ringstrasse um
den See herum noch ein bisschen Off Road zu fahren. Leider war genau der
unasphaltierte Teil der Strecke gesperrt L , so
dass wir den gleichen Weg zurück fahren mussten.
Nächster Halt war der wirklich beeindruckend schöne Curtain Fig Tree bei
Yungaburra. Er ist ca. 500 Jahre alt.
Am Lake Barrine, einem in 800 Meter Höhe gelegenen und 120 m tiefen
Kratersee, gibt es zwei der seltenen Bull Kauri Pines (50 m hoch, 1000 Jahre
alt, trotz kleinen Blättern sind es Pinien) zu bewundern.
Wir verließen die Atherton Tablelands auf einer sehr kurvenreichen Strasse
und landeten gegen 16.00 Uhr auf dem Lake Placid Tourist Park, wo wir
telefonisch eine Cabin für die letzten beiden Nächte gebucht hatten - der
Crystal Cascades Caravan Park war leider komplett ausgebucht, aber Lake Placid
ist auch schön.
Am Berg gegenüber, auf der anderen Seite des Flusses, brennen 2 recht
große Buschfeuer – oder sollten wir besser sagen: Waldfeuer? – sind aber zum
Glück recht weit weg.
Den letzten Tag verbrachten wir im wesentlichen mit Shopping. Das Wetter –
Regenschauer, nachmittags Sonne – lud nicht zu einem Tag am Strand ein.
Australien- Du wirst uns nicht los! Wir planen schon die
nächste Tour.
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