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Lonely
Planet Guide to Melbourne
Um 6 Uhr morgens sind wir leicht gerädert in Melbourne gelandet. Auf unsere
Taschen mussten wir höchstens 20-30 Minuten warten…
Mit einem Taxi für AUD 25 (davon 2 Trinkgeld, das ohne Dank zur Kenntnis
genommen wurde) zum Hotel gefahren. Das heißt nicht mehr „The
Townhouse", sondern „Rydges" und sorgte bei uns erst mal für Verwirrung, weil wir dachten der Fahrer habe sich verfahren.
Wir haben erst mal gefrühstückt, da unser Zimmer noch nicht frei war. Kurz
nach dem Frühstück (AUD 34 für beide…) konnten wir dann in Zimmer 123 –
endlich mal wieder duschen!! Das Zimmer ist groß und gut ausgestattet.
Danach sind wir zu Fuß zur Bourke Street (ca. 15 Min., Einkaufsstrasse im
Zentrum) und haben uns in X Geschäften die Füße plattgelaufen – oder besser:
plattgeschlichen.
Aber dafür waren wir im Hard Rock Café Melbourne und haben nach dem Genuss
von je 1 Mai Tai unsere Glassammlung erweitert und natürlich das obligatorische
T-Shirt gekauft. Es war eine Qual, sich wach zu halten.
Wir wir den Tag rumgekriegt haben, ist uns immer noch nicht ganz klar, aber
jetzt sind wir glücklich mit 2 Subways (leckere, belegte, Baguette-artige Brote)
im Zimmer und völlig groggy – es ist 6:33 p.m.!! Selbst ein Bier an der
Hotelbar wäre zu anstrengend.
Gähn!
Heute ging’s schon besser…
Waren vormittags im Victoria Market Place. Es gab eine beeindruckende
Vielfalt an Lebensmitteln aus aller Welt – Fische fangfrisch in nie gesehener
Vielfalt, Fleisch: zusätzlich zu dem üblichen auch Känguru, Emu, Krokodil.
Rumpsteak zu AUD 6,99/Kilo. Obst und Gemüse: bekanntes und exotisches wie z. B.
chinesischer Brokkoli (sieht aus wie pockennarbiger Chicoree). Auch eine große Auswahl an Klamotten. Wir haben
Bushie -hüte gekauft. Torsten: geöltes Wasserbüffel-Leder,
Claudia: Bronco.
Nachmittags durch die Stadt gebummelt. Nichts aufregendes. Waren auch am
Yarra-River. Ziemlich schattig heute.
Abends in Imbissbude gegessen. Sah siffig aus, Essen war aber gut
(Bratwürste
ohne Pelle, Schwein, Speck, Fritten, müder Salat, frische Erbsen und Möhren).
Der Tag fing gut an: beim Frühstück gab es ein Missverständnis. Hatten das
light breakfast bestellt, warteten, warteten… Nach einer Weile erklärte uns
der Kellner, dass wir uns am Buffet bedienen sollten.
Bei Budget ging alles klar. Nach kurzer Gebrauchsanweisung
für den Camper
waren wir on the road – nur leider in der falschen Richtung…. J
Nach 30 Minuten Irrfahrt hatten wir dann aber doch den Princes Freeway gefunden
und waren auf dem Weg zur Great Ocean Road (da war es ca. 13 Uhr). Torsten hat
mehrmals an der Tür den Schaltknüppel gesucht und anstelle des Blinkers den
Scheibenwischer angestellt. Die Schaltung war schwierig. Statt des 1. Ganges hat
Torsten öfter den 3. erwischt, auch den 2. mochte er irgendwie nicht. Einmal
fuhr er beim Linksabbiegen mit dem Hinterrad über den Bordstein, hat gut
gekracht. Ziemlich kurvig, das Ganze. Es gab viele entgegenkommende
Holztransporte. Armer Torsten! Fremder Wagen, links fahren und dann auch noch
das!
Die 12 Apostel
haben wir noch bei Sonnenuntergang gesehen und dabei zum
ersten Mal unsere Aussie- Hüte getragen! Nach den üblichen und obligatorischen
Fotos sind wir noch die 3 km bis Port Campbell auf den Campingplatz gefahren (AUD
16 mit Strom).
Da wir keine Lust mehr hatten, selber zu kochen, haben wir in einer Art
Snackbar-Tante Emma Laden-Videoverleih (Port Campbell Take Away) einen Hamburger
gegessen. Sitzen jetzt bei Nieselregen im Camper und trinken Bier. Es ist erst
halb 8, aber alt werden wir sicher nicht so ohne Musik und TV…
Bisher nur netten Aussies begegnet – mit Ausnahme einiger chaotischer
Autofahrer, aber wir sind ja von Brüssel so einiges gewöhnt!
P.S. Auf einem Feld: Vogelscheuche mit Hut auf Strohballen und Schild: „G’Day"
… Ideen haben die hier!
Wir haben heute zum 1. Mal im Camper gekocht und Claudia hat ihn das 1. Mal
gefahren…. Auch Claudia hat zum Blinken die Scheibenwischer betätigt und
hatte gegen Ende Probleme mit der Schaltung (Torsten hatte Angst, sie bricht den
Schaltknüppel ab…). Ca. 80 km vor Mount Gambier mussten wir auf eine andere,
pro Richtung zweispurige Strasse abbiegen – Claudia will einmal erleben, wie
sich ein Geisterfahrer fühlt (peinlich!!!), aber Torsten kann sie noch davon
abhalten. Die Küste sieht stark aus: Steilküste mit bizarren Felsformationen
und vielen „scenic lookouts".
Gesehen haben wir die „London Bridge"(eine Felsformation die aussieht
wie eine Brücke. Vor einigen Jahre brach das Verbindungs-Felsstück zum Land
einfach so ab und hinterließ auf der Bridge selber zwei ziemlich verstörte, aber unverletzte Touristen. Sie wurden mit einem Hubschrauber heruntergeholt)
– echt beeindruckend- und die „Martyr Bay", die Felsen dort sehen laut
Torsten aus wie Särge. An der „Bay of Islands" haben wir nur den
Parkplatz umrundet, da man dort noch recht weit zum Lookout laufen musste (nein,
wir sind nicht faul sondern haben den Zeitaufwand kalkuliert, festgestellt, dass
wir dann im Dunkeln angekommen wären und sind lieber weitergefahren. Für alle,
die jetzt mit Unverständnis reagieren: man sollte auf dem Land bzw. im Outback
in Australien möglichst vermeiden, im Dunkeln zu fahren. Es sei denn, man will
die Widerstandsfähigkeit des eigenen Wagens beim Zusammenstoss mit einem Känguru
testen. Abgesehen von dem armen Känguru…).
Die Landschaft ist ein Wechsel von Flachland, Hügeln und Bergen, hin und
wieder sehen wir ein Farmhaus in Leichtbauweise aus Holz. Davor meist alte Autos
oder (neuere) Geländewagen. Die Zufahrtswege sind ungeteert. Wir sehen viele
Rinder und Schafe, selten Menschen und bekommen einen ersten Eindruck von
einsamer Weite. Wir sehen immer mal wieder Warnschilder, die auf Koalas und Kängurus
hinweisen.
Nach einigem Suchen haben wir in Mount Gambier den Campingplatz gefunden.
Total edel, aber für eine „en suite" Site trotzdem nur AUD 15 bezahlt
– wir haben hier unser eigenes Bad.
Man bekommt an der Rezeption einen Nummerncode für die Schranke. Edel, edel.
Gleich nebenan ist ein Kratersee, der „Blue Lake". Leider schon zu
dunkel zum Fotografieren. Aber morgen!
Das Wetter war durchwachsen mit recht viel Wind. Und dann die Trucks – die
fahren echt wie die Schweine!
Auf unserem Klo sitzt eine kleine Spinne – hoffentlich ungiftig! Torsten
mußte sie platthauen.
Unser erstes Känguru gesehen. Leider ein Verkehrsopfer. Aber
dafür mehrere
lebende bunte Papageien, nur zu weit weg und zu schnell zum Knipsen!
Lonely
Planet Guide to Adelaide
Heute morgen ist Claudia nach einer a..kalten Nacht (ca. 0°C) leicht
durchgefroren aufgewacht. Der Camper war innen und außen beschlagen, auf den
Wiesen war Reif. Nach einer heißen Dusche wurde es etwas besser, aber richtig
warm wurde ihr erst nach einer guten Stunde Fahrt im beheizten Wagen…
Um 8.15 Uhr ging’s los. Noch ein Foto vom Blue Lake Kratersee gemacht. Sah
super aus, da endlich die Sonne schien und sogar ein Regenbogen zu sehen war. Im
benachbarten Tal hingen noch Nebelschwaden.
Die Fahrt an sich war heute problemlos. Immer mehr Schilder mit Hinweis auf
Koalas und Kängurus gesehen, aber leider NUR die Schilder.
Auch Papageien in verschiedenen Farben gesichtet, aber im Flug oder an
Stellen, wo es unmöglich war, zu halten. Schade!
Wir haben Tausende Schafe gesehen, aber nur 5-6 Farmen.
Dafür mussten wir
einmal für eine Schafherde samt Hunden bremsen, die die Strasse in Beschlag
genommen hatten. Der Schaefer saß allerdings im Wagen. Ganz schön faul…
Sehr schön sind die Coorong Seen = Mischwasserseen, die nur durch einen
schmalen Streifen Land vom Meer getrennt sind. Es gibt in dem Nationalpark eine vielfältige
Vogelwelt, u.a. Pelikane. Auch hier viel zu wenige Aussichtspunkte für „normale", d.h. nicht
geländegängige, Fahrzeuge. Wer risikofreudig
ist, kann natürlich auch mit einem zweiradgetriebenen Mietfahrzeug ‚offroad‘
fahren. Aber Vorsicht: versichert ist man dann nicht! Wir haben’s gelassen, da
wir nicht im Sand stecken bleiben wollten.
Trotzdem konnten wir noch ein paar schöne Fotos machen, u.a. von einer Art
Agave mit einem mehrere Meter hohen Blütenstamm. In Tailem Bend nahmen wir für
wenig Geld einen guten Imbiss zu uns: AUD 11.60 fuer 1 Kaffee, 1 Diet Coke, 1
Hamburger, 1 Steak auf Toast.
Das Land war im wesentlichen – ca. 360 km weit ohne Unterbrechung – platt
wie ein Pfannkuchen.
Dann kamen Bodenwellen, die in Hügel und später in Berge
übergingen.
Haben einen kurzen Abstecher nach Hahndorf gemacht: ältester
deutscher Ort
in Oz, 1839 gegründet, derzeitige Population 1660. Bis auf Fachwerk- und Steinhäuser
sowie Namen und deutsche Gerichte (Bratwurst, Kuchen), nicht sooo
deutsch. Das hat uns aber nicht sonderlich gestört. Irgendwie passen die Gebäude
nicht hierher. Es war eine seltsame Atmosphäre im Dorf; eine baumgesäumte Hauptstrasse, herbstlich sonniges Wetter, australische neben
deutschen Flaggen, Souvenirläden und deutsche Handwerkskunst.
Dann ging es weiter nach Adelaide. Die Strasse schraubte sich steil und
kurvig aus der die Stadt umgebenden Bergkette herunter.
Durch Adelaide ging’s auf dem Highway Bypass zum Campingplatz in der
Nähe des alten Hafens und direkt am Strand! Feiner weißer Sand, Muscheln gesammelt
und Sonnenuntergang fotografiert.
Haben wieder einen En-Suite Platz für AUD 17,50. Der Platz ist ziemlich
leer.
Zum Glück ist es heute Abend zwar nicht wärmer, aber dafür
trocken. Tagsüber bis auf auf kurze Zeit (bewölkt) Sonne, ca. 17°C.
Heute morgen war Claudia zwar nicht ganz so durchgefroren wie gestern, aber
es reichte. Immerhin:
-1°C um 7.45 Uhr!
Nach unseren Waschungen sah es in unserer Bad-Kabine aus wie nach einer
Schlammschlacht. Kein Wunder: feuchter Boden draußen und ein schlechter Abfluss
drinnen.
Sind gut und recht früh (8.15 Uhr) losgekommen. Aus Adelaide raus war kein
Problem, die Ausschilderungen sind gut. In der nördlichen Umgebung von Adelaide
wird Obst und Gemüse angebaut. Auf der Wakefield Road ging es Richtung Norden
– platte Landschaft, Gras- und Buschsteppe, manchmal Bäume. Das Barossa
Valley haben wir uns nach einigen Überlegungen geschenkt, da es nicht an
unserem Highway liegt. Der Umweg hätte uns 2-3 Stunden gekostet. Nach kostenlos
erstandenem Plan gibt’s dort fast nur Winzereien, also für uns eher
uninteressant.
Die Känguruwarnschilder sollten nicht von der Strasse aus lesbar sein –
vielmehr sollten vom Busch lesbare Autowarnschilder für die Hopser aufgestellt
werden. Haben heute zwei Verkehrstote mit Beutel gesehen.
Heute sah die Strecke schon so aus, wie wir uns das Outback (wenn auch in
Küstennähe)
vorstellen: endlose Weite, braunes – trockenes – Land, Berge am Horizont (Flinders Ranges), Road
Trains, Roadhouses, ab und zu kleine Orte (z. B. Port
Wakefield – 600 Ew., merkwürdig: ein Hafen ohne Wasser?, hier fängt die Road
Train Route an), blauer Himmel mit kleinen Wattetupfern und … die ersten 2 (!)
Buschfliegen (die übrigens im Gegensatz zur ordinären Hausfliege keine
Krankheiten übertragen, aber einfach lästig sind. Sie fliegen z. B. zielsicher
alle feuchten und unbedeckten Körperregionen an, wie Augen, Nase, Ohren. Unser Tipp: Aeroguard Lotion kaufen). Auf den
Äckern arbeitende Traktoren waren
kilometerweit an der Staubfahne erkennbar.
Man sollte übrigens die Road Trains nicht behindern, sie sind zwar
freundlich, haben aber einen immens langen Bremsweg und halten aus verständlichen
Gründen ihr Tempo (waren schneller als wir); immerhin dürfen sie
insgesamt bis zu 36 m lang sein und haben 500 PS!
In Port Pirie, einem netten kleinen Ort mit einigen sehr
schönen kolonialstilartigen Häuschen (sprich: 19. Jh.) haben wir in einem riesigen
Woolworth’s unsere Einkäufe erledigt, Claudia hat eine Jogginghose gegen die
kalten Nächte erstanden J .
Und weiter ging’s durch die trockene, aber trotz allem nicht
öde Landschaft. Es war sogar recht viel Verkehr, d.h. teilweise sogar 10 Fahrzeuge
in Sicht! Es ging an einem Salzsee vorbei (vor o.g. Pause), aber auch hier: kein
vernünftiger Standstreifen und erst recht kein Parkplatz weit und breit. Also:
kein Foto.
Hier in Port Augusta sind wir auf einem Campingplatz auf einem Stellplatz mit
Blick auf den Spencer Gulf. Nur en-suite sites hat er leider nicht! Kostenpunkt:
AUD 15. Wir sind wie immer (bis jetzt) die einzigen ausländischen Touristen.
Was uns nicht stört. Von hier aus starten viele ins Outback, man sieht viele
4X4 mit Outback-Equipment.
Wie immer gab’s viele Schafe, einige Papageien (zu weit weg und im Flug,
auch wie immer) und zum Abendbrot Pfeffersteaks (superlecker!!), Salat und Brot.
Und Foster’s!
Die rot-blühende Pflanze, die wir am Coorong fotografiert haben, haben wir
inzwischen schon öfter gesehen. Scheint also nicht sehr selten zu sein.
Das war er also, der letzte Tag im „Festival State". Wir waren
verloren in der unendlichen Weite des nördlichen Südaustralien. Die Landschaft:
flache Wüste, selten eine Erhebung, mit flachen Büschen bewachsen. Richtung
Norden immer häufiger völlig kahle Sandflächen in verschiedenen Brauntönen.
Hin und wieder kleine Bäume (Eukalyptus, von dem es 400-800 Arten gibt, wir
haben da gegensätzliche Meinungen gehört). Merkwürdig waren melonenähnliche Früchte
(?) die einfach so am Wegrand lagen. Was das wohl ist? Sind an zwei kleinen
Salzseen vorbeigekommen, die wir nicht fotografieren konnten, weil man nicht
anhalten konnte. Heute morgen hat Claudia die ersten 4 lebenden Kängurus gesehen (wie gehabt: man konnte nicht halten), und im Laufe des Tages kamen 6-7
tote dazu. Außerdem haben wir ein paar große Raubvögel (Adler?) gesehen. Echt
beeindruckend.
Unser erster Pit-Stop war Pimba, nach 179 km. Hier im Outback gibt es ca.
alle 200 km eine Tankstelle mit Servicestation. Der zweite Halt, Glendambo, war
nicht weiter interessant, außer dass dort 30 Menschen und 22500 Schafe leben.
Einen großen Campingplatz mit Motel gab es dort auch. Wir haben wiederholt
trockene Wasserläufe überquert.
Die letzten 200 km war es sehr windig, d.h. bei entgegenkommenden Road
Trains: Tempo verringern, da man sonst Gefahr läuft, von der Strasse geweht zu
werden.
Je weiter wir Richtung Coober Pedy kamen, desto mehr Camper waren auf der
Strasse. Einmal haben wir sogar einen Radfahrer mit voller Ausrüstung gesehen!
Coober Pedy ist die Metropole der südaustralischen Wüste
und weltwichtigste
Opalstadt. Dort haben wir zuerst auf dem Opal Inn Campingplatz eingecheckt. Dann
wollten wir unsere Gasflasche auffüllen lassen. An der Tankstelle nebenan
konnten sie uns nicht helfen, da der Tankwart (Aushilfe?) auch nicht wusste, wie
das geht. Also sind wir zur nächsten Tankstelle. Der nette Aussie dort stellte
fest, dass wohl nur was in der Leitung saß. Er hat nicht mal Geld genommen.
Danach ging’s dann in den Ort und in einen Opal-Laden, wo wir unsere Super
Saver Card von Budget einsetzen konnten (-10%). Die Eigentümerin ist aus
Minden, hat ihren Mann im Urlaub vor 15 Jahren kennensgelernt und ist so hier
hängengeblieben.
Vorher hatten wir in einem kleinen Imbiss Hot Dogs gekauft. Dort waren zwei
Typen, denen man wegen ihres vertrauenserweckenden Äußeren zuhause aus dem Weg
gehen würde (Tätowierung, staubige Klamotten, alte Rostlaube, Pitbull-Terrier…).
Sie waren aber sehr freundlich und wünschten uns noch guten Appetit. Man sollte
also nie vom Äußeren auf den Menschen darunter schließen… Auch der Hund war
nett und sonnte sich auf der Veranda.
Nach unserem Opal Einkauf haben wir noch Fotos von einigen unterirdischen
Behausungen („dugouts") gemacht, u.a. einer katholischen Kirche. Das ist
wirklich beeindruckend. Die meisten der ca. 3500 Einwohner leben noch so. Es
sind aber echte Wohnungen. Coober Pedy selbst ist vor allem staubig und trocken.
Die maximale Luftfeuchtigkeit beträgt hier im Juni 40%, im Frühjahr bzw.
Sommer teilweise sogar nur 17%. Regentage im Schnitt 2-3 pro Monat. In den Höhlenwohnungen
sind sowohl Temperatur (25°C) als auch Luftfeuchtigkeit das
ganze Jahr über gleich.
Um die Stadt herum liegen die Opal-Schächte und die aufgeschüttete
Erde
daraus sieht aus wie überdimensionale Maulwurfshügel. In die Felder zu gehen
oder zu fahren ist wegen dieser Schächte, die nicht sehr breit, aber bis zu 20
m tief sind, eher gefährlich.
Im Desert Cave Hotel gibt es einige unterirdische Zimmer und eine ebenfalls
unterirdische Bar sowie einen interessanten (auch unterirdischen) Schaugang zum
Thema Opale. Der größte je gefundene Opal war ein weißer hier aus Coober Pedy
und wiegt 3,5 kg (ca. 17000 Karat). Er wird – ungeschliffen – in Melbourne
ausgestellt.
Der Eindruck der unendlichen, menschenleeren Weite hat sich heute noch
verstärkt. An einigen Parkplätzen waren wir die einzigen und hörten nichts außer
dem Wind und sahen nichts ausser Landschaft und leerem Highway.
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07.07. Coober Pedy – Yulara
(Ayers Rock Resort)
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Sind heute unsere bisher längste Strecke gefahren (759 km): immer
abwechselnd, so konnten wir uns lange Pausen sparen.
Die Opalfelder schienen rosa in der aufgehenden Sonne.
Außerdem haben wir ca. 15 Keilschwanzadler (Wedge-tailed
eagles) gesehen und
endlich auch mal welche vor die Linse bekommen. Es gab die üblichen,
plattgefahrenen Kängurus und eine kleine Kollektion an Papageien/Sittichen/Kakadus.
Die Landschaft wechselte von fast kahl zu „Wald" (=erstaunlich viele
Bäume) und von topfeben zu hügelig. Je weiter wir Richtung Ulura (Ayers Rock)
kamen, desto roter wurde die Erde.
Einmal haben mehrere Rinder ein paar 100 m vor uns im Galopp die Strasse
überquert.
Das ein oder andere lag tot am Straßenrand.
Verkehrsmäßig war richtig viel los, aber jetzt sind mehr Camper und
dafür weniger Road Trains zu sehen (zumindest heute).
In Kulgera, einem Roadhouse, haben wir getankt und uns mit zwei
monstermässigen Hamburgers The Lot (Fleisch, verschiedenes Gemüse, Speck,
Spiegelei – frisch zubereitet!!!) gestärkt. Wegen der Groesse ist das
Essen allerdings recht schwierig. Dort einen Road Train mit 3 Anhängern (sind übrigens
hier bis zu 50 m lang) geknipst. Nach 403 km haben wir South Australia
verlassen und sind ins Northern Territory ('nature territory‘, 158.000 Ew.)
eingefahren.
Bei Erldunda haben wir den Stuart Highway verlassen und den Lasseter Highway
nach Uluru genommen. Der ist etwas schmaler als der Stuart Hwy. Es gab noch
ganze 2 Roadhouses bis Yulara (244 km). Etwa 90 km vorher glaubten wir schon
Uluru zu sehen und waren atem- und sprachlos sowie total beeindruckt. Sofort
machten wir Bilder. Und stellen etwas später fest, dass wir wie so viele vor
uns, reingefallen waren. Es war nicht Uluru sondern der Tafelberg Mount Conner (Atila),
ebenfalls sehr schön und beeindruckend, aber nie erwähnt…
Kaum im Resort angekommen und eingecheckt, sind wir auf einen der Lookouts im
Resort und haben uns Uluru bei Sonnenuntergang angesehen. Echt schön! (Was denn,
ein flauer Kommentar? Wer dieses Schauspiel je erlebt hat, weiß: es gibt keine
Worte dafür…)
Das Resort ist riesig, mit mehreren Hotels, Campingplatz, Shopping Center,
Tankstelle, Helikopter Landeplatz, Polizei, Feuerwehr, Flying Doctors – also
autark. Nur der letzte Teil des Weges zum Campingplatz ist eher schwach
beleuchtet bis kohlrabenschwarz bei Nacht!
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08.07. Uluru (Ayers Rock) & Kata Tjuta
(The Olgas)
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Heute haben wir zum ersten Mal draußen in der Sonne
gefrühstückt. Wir haben
uns heute einen Daihatsu Mira (Cuore) gemietet und sind zu Kata Tjuta und Uluru
gefahren.
53 km zu Kata Tjuta mit Aussicht auf beide – beeindruckend! Am Parkeingang
durften wir AUD 15 pro Person löhnen; das gilt für 5 Tage. Leider waren wir ja
nur heute da!
Kata Tjuta ist auch sehr schön – mehrere rote Felsen,
Löcher im Fels (teilweise
bewachsen), Schluchten. Die Vegetation war zum Teil erstaunlich grün, es gab
sogar blühende Pflanzen, muss also vor kurzem geregnet haben (?). Tolle Farb-
und Schattenspiele durch wechselnde Bewölkung. Trotz Verbotsschildern immer
wieder Leute, die die Wege verlassen und Müll in die Gegend schmeißen. Haben
einen Dingo gesehen.
Sind einmal um Uluru rumgefahren (9 km) – superschön. Auch
hier tolle Lichtspiele. Wir haben ihn nicht bestiegen, da die
Aboriginals darum bitten es nicht zu tun. Für sie ist er eine heilige Stätte,
an der immer noch wichtige Zeremonien abgehalten werden. „The climb"
sieht schwindelerregend aus (und jedes Jahr gibt es Leute die abstürzen –
auch mal welche tödlich, oder am Hitz- oder Herzschlag sterben. Bitte befolgt
die Anweisungen in der Broschüre). Im Cultural Center kann man einiges
Interessantes über Kultur und Sichtweise der Aboriginals erfahren. Faszinierend,
wie sie in einem vermeintlich lebensfeindlichen Land Nahrung und Wasser finden.
Habe einen Hat Pin gekauft „I didn’t climb Uluru" und Torsten einen
entsprechenden Aufnäher. Und wir sind stolz darauf! Respekt und Achtung vor
anderen Menschen sind wichtiger als eine tolle Aussicht.
Sind heute früh um 7.29 Uhr bei leichtem Regen (!!!) gestartet.
Unterwegs haben wir wieder die endlose Landschaft, mit Büschen
und Spinifex-Gras
bestanden, genossen. Es war recht windig. Die Wolkendecke brach immer weiter auf
und in Alice schien die Sonne. Es wehte aber ein frischer Wind. Haben wieder
Adler und auch Wellensittich-Schwärme gesehen. Ein Rind überquerte vor uns die
Strasse, obwohl es keinen Zebrastreifen gab… Unterwegs sind wir recht vielen
Campern begegnet.
Etwa 100 km vor Alice Springs kamen die MacDonnell Ranges in Sicht.
Außerdem sahen wir ein Schild, das vor Kamelen (Dromedaren) warnte. Das ist kein
blöder Witz, tatsächlich gibt es in Australien mehr Kamele als in der Sahara und zudem
die einzigen, wildlebenden Dromedare der Welt. Bevor die Eisenbahnstrecke durchs
Zentrum gebaut wurde und es Autos gab, waren Dromedarkarawanen die „Road
Trains", die Waren quer durch Oz transportierten. Nach dem Bau der Bahn –
genannt „The Ghan" nach den Kameltreibern, die aus Afghanistan stammten
– brauchte man die Kamele nicht mehr und ließ sie kurzerhand frei. Im übrigen
sind Kamele die einzigen tierischen „Eindringlinge", die der heimischen
Flora und Fauna nicht schaden.
Aus Süden nach Alice Springs kommend, fährt man durch den Heavitree
Gap,
einen Durchlass zwischen den Eastern und Western MacDonnell Ranges. Sieht gut
aus. Alice selber wirkt trotz nur 15.000 Einwohnern schon vergleichsweise großstädtisch, aber nett. Hat eine
schöne Fußgängerzone namens Todd Mall.
Der Campingplatz „Stuart Caravan Park" gefiel uns nicht so besonders:
kleine Stellplätze, überall Verbotsschilder, zu kleine Waschräume. Aber
sauber war er.
Wir haben ein „Road trains – 50 m long" Schild fotografiert, sonst
glaubt uns das zu Hause keiner. Vor Alice wurde die Landschaft sehr hügelig,
und im Ort selber gibt es erstaunlich viel Grün. Torsten hat die „Melonen"
näher beäugt, was ist das wohl? Sie sind gelb und rund oder oval und grün,
wiegen ca. 2 kg und waren selbst durch Traktieren mit Fußtritten nicht zu
knacken.
Sind heute morgen bei gutem Wetter losgekommen und haben ein paar Kilometer
weiter noch den herrlichen Blick auf die MacDonnell Ranges bei Sonnenaufgang
genossen.
Die Landschaft war zunächst noch sehr hügelig (MacDonnell Ranges),
später dann wieder Flachland mit einem dichten Teppich von Spinifex berzogen. Die
Bäume sind nicht viel höher als das Gras. Je weiter wir Richtung T.C. kamen,
desto mehr Termitenhügel gab es, manchmal in richtigen Kolonien.
Um 7.50 Uhr haben wir den Wendekreis des Steinbocks (Tropic of
Capricorn,
23,5°S, 133,8°E) überschritten und sind somit offiziell in den (trockenen)
Tropen.
Weiter ging’s an einer alten, halb zerfallenen Homestead und einem alten
Brunnen (im 19. Jh gegraben) vorbei nach Barrow Creek. Die dortige historische
Telegraphenstation (von 1872) war auch sehr interessant. Sind an einem der
beiden Stuart Memorials vorbeigekommen. Wir haben wieder Adler und
Wellensittiche gesehen. Hier und da eine tote Kuh oder ein paar tote Kängurus am
Straßenrand gehören (leider) schon zur Routine. Nicht zur Routine gehörte der Anblick eines Wagemutigen, der nicht mal mit Fahrrad, sondern zu
Fuß mit
einem Handkarren für sein Gepäck unterwegs war…
Dann kam der Höhepunkt des Tages: Devil’s Marbles, ca 110 km vor
T.C., Granitblöcke. Auf Fotos sieht man ja immer nur 3 bestimmte, dabei gibt es
Dutzende (wenn nicht Hunderte) davon! Sehr beeindruckend, vor allem die vom
Wasser (Regen) gesprengten! Einige sehen wirklich aus wie riesige Murmeln. Wir
haben dort ein paar Amerikaner getroffen, die bei der US Botschaft in Canberra
arbeiten. Sonst war niemand dort.
Tennant Creek (‚Desert Town‘) ist ein kleines, aber
großzügig angelegtes Dorf von eher geringem Interesse (3500 Ew.). Auffällig war, dass wir
dort mehr Aboriginals als Weiße gesehen haben, im Gegensatz zu den vorherigen
Orten. Haben einen superleckeren Hamburger The Lot (wir sind süchtig danach!)
gegessen. Die meisten Geschäfte waren wegen irgendeiner Veranstaltung
geschlossen. Wir haben den Ausblick vom Bill Allen Lookout (etwas außerhalb) über
die Weite Zentralaustraliens genossen. Danach wollten wir uns noch die Peko Mine
= alte Kupfermine ansehen; T.C. ist eine Kupfer- und Goldgräberstadt, auch wenn
sie nicht so wirkt. Beiname der Tennant Creek Region: „Heart of Gold".
Die letzte Führung war leider 30 Minuten vorher. Beim Herumstromern wurden wir
von 2 Typen am Grill angesprochen, ob wir zu Tee/Kaffee und T-Bone Steak zu AUD
8 bleiben wollten (natürlich das Beste im ganzen Territory). Auf unsere
Entgegnung, wir wollten uns nur etwas umsehen, meinte der Eine „sure, looking
around don’t cost nothing". Wir sind dann im Bogen zu unserem Van zurück….
Der Caravan Park ist sehr schön angelegt und sauber, die Besitzer sehr nett.
Um kurz nach 7.00 Uhr waren wir bei starkem Wind wieder auf dem Stuart
Highway, der Wind ließ dann im Laufe des Tages zum Glück nach (der Van ist
doch windempfindlicher als ein PKW J ). Es war
richtig schön warm, blauer Himmel, vereinzelte Wolken. Die Landschaft wechselte
zwischen hügelig und platt. Die Vegetation wurde dichter, grüner, die Bäume höher; vorwiegend Eukalyptus und hin und wieder Palmen, wohl angepflanzt. Es
gab wieder viele Termitenhügel, einige davon recht hoch, ca. 1.60 m.
Wir haben den Abstecher von ca. 3 km (einfache Strecke) nach Daly Waters, zum
(angeblich) ältesten Pub des Northern Territory gemacht. Das ist der mit den
Slips und BHs an der Decke und allem möglichem anderen Kram an den Waenden (Bierdeckel,
ausländische Geldscheine, Visitenkarten, Nummernschilder…). Hat sich gelohnt,
genauso stellt man (oder wir) sich das Outback und seine Leute vor (rau, aber
sehr herzlich!!). Auf dem Rückweg haben wir kurz den Stuart Tree (tot, ohne Äste)
besichtigt und in der Nähe desselben schwarze Kakadus (für Vogelfans: rotschwänzige Rabenkakadus) fotografiert.
Haben immer noch kein lebendes Känguru gesehen, schluchz!!!
Unser nächste Rast war am Renner Springs Roadhouse, untergebracht in einem
historischen Pub.
Hier in Katherine ist es schon recht tropisch. Heute
Abend konnten wir mit
Citronelle-Kerze gegen die Mücken endlich in Shorts und Badeschlappen draußen sitzen!
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12.07. Katherine, besichtigt: Springvale Homestead, Katherine Gorge National
Park (Nitmiluk)
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Heute morgen sind wir zuerst zur historischen Springvale Homestead gefahren,
ein ehemaliges Gut, das heute einen Teeladen und einen Caravan Park beherbergt.
Sehr interessant: eine Hochwassermarke von Februar 1997, aus der zu ersehen ist,
dass der Katherine River in der Wet Season (Monsunzeit, von Oktober – April) tatsächlich
bis zu 6/7 Meter steigen kann!! Irre.
Und nun wissen wir auch, wo der Müll, den wir längs des Highways hin und
wieder in Baumkronen haben hängen sehen (in 2-3 Meter Höhe) herkommt: eine
Unterhaltung mit unserem Campingplatz-Nachbarn ergab, dass dies keine Bierlaune
der Aussies, sondern eine Laune der Natur ist. Nämlich die Überbleibsel der Überschwemmungen
während der Wet Season. Irre, wenn man sich vorstellt, dass das vermeintlich
total platte, riesige Zentrum (stellenweise) so überschwemmt wird!
Die School of the Air hatte heute leider keine Führungen.
Wäre sicher auch
total interessant gewesen. Immerhin sind Lehrer und Schüler zum Teil bis zu 900
(!!!) km voneinander entfernt. Laut unserem Nachbarn auf dem Campingplatz geht
die School of the Air bis zur 7./8. Klasse, darüber hinaus müssen die Kinder
auf Internate gehen. Er hat uns auch erklärt, dass die Melonen tatsächlich welche sind, Patty Melons genannt, und
für Menschen ungenießbar.
Die Katherine Gorge (4 Stunden-Tour zu AUD 41/Person) ist wirklich sehenswert!
Wir waren in 3 von den 13 Gorges, aus denen sie insgesamt besteht und mussten
dreimal das Boot wechseln (je Strecke), weil jetzt in der Dry Season das Wasser
zu niedrig ist, um durchzufahren. Leider sprach der Bootsführer wie ein
Auktionator und damit – selbst für Aussies, wie uns bestätigt wurde – unverständlich. Zum Abschluss sagte er noch: „Ende des Bandes". Haben
leider auch keine Crocs gesehen, aber ihre Rastplätze: „Crocodile Resting
Area – Do Not Enter". Es waren auch viele Kanufahrer unterwegs. Haben uns
ziemlich lange mit einem Mann aus Sydney unterhalten, der mit Frau, Sohn und
Tochter unterwegs war. Er kannte sich erstaunlich gut aus in Europa (besser als
wir in Oz), vor allem Deutschland, obwohl er noch nie da war.
Heute haben wir endlich 2 lebende Kängurus
(genauer: Wallabies) vor die Augen und die Linse bekommen!!!!! Außerdem gesehen: 1
Kormoran, 2 Warane (Goannas), Fruit Bats und einen kleinen, bunten Papagei.
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13.07. Katherine – Cooinda
(Gagadju Caravan Park, Kakadu National Park)
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Haben heute morgen zuerst unseren zum ersten Mal leeren Wassertank
nachgefüllt.
Die Fahrt war völlig easy durch relativ dichte Vegetation. Teilweise konnte
man schwarze Flächen (vermutlich kontrolliertes Abbrennen) sehen. Die Termitenhügel
werden immer größer. Wir haben über 3 (in Worten: drei) Meter hohe gesehen.
Bei der Durchfahrt durch Pine Creek, eine alte Goldgräberstadt, haben wir einen
kurzen Blick auf eine alte Goldmine geworfen, d.h. auf den jetzt darüberliegenden
Stausee. Dann haben wir den alten Bahnhof besichtigt, in dem auch die Post- und
Telegraphenstation untergebracht war, und uns dort eine alte Lokomotive, einen
alten Personenwagen und das alte Post Office (interessant: der Uralt-Kühlschrank)
angesehen. Der ältere Mann dort war ein echtes Original, ein Rentner der den
Job ehrenamtlich macht. Torsten hat einen alten Schwellennagel für AUD 5
erstanden, welcher zu Pfeife & Flaschenöffner umfunktioniert wurde.
Angeblich warnte man damit vor dem Erscheinen von Vorgesetzten oder pfiff schönen
Mädels hinterher – oder sollte das etwa bloß ein Märchen sein??? J
Kakadu ist übrigens World Heritage Area. Wir waren schon kurz nach 12 Uhr
hier.
Auf dem Campingplatz im Kakadu haben wir eine Mini Eidechse gesehen (unsere
erste) und noch ein paar Rabenkakadus. Den Rest des Tages haben wir im Schatten
unseres Campers relaxed. Bei der Hitze hat selbst das Bewegen des kleinen
Fingers die Schweißporen zu Miniatur-Springbrunnen gemacht.
Anmerkung: Haben in der Zeitung gelesen, dass es vorgestern bei 4°C an Uluru
geschneit hat. Nicht einmal die Aboriginals haben ein solches Ereignis überliefert
(und das bei immerhin geschätzten 40.000 Jahren Geschichte). Die Einheimischen
dort haben sich von europäischen Touristen bestätigen lassen, das es tatsächlich
Schnee war.
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14.07. Kakadu National Park (Jabiru, Nourlangie Rock, Yellow
Water)
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Wir haben uns heute morgen aufgemacht, Kakadu ein bisschen zu erkunden. Wir
hatten eigentlich die Teilnahme an einem frühmorgendlichen Bushwalk mit einem
Park-Ranger geplant. Der innere Schweinehund, der scheinbar mit näherrückender
Zivilisation stärker wird, hat schon nach 30 Sekunden gesiegt. Hinterher haben
wir uns dann doch geärgert.
So sind wir denn gemächlich in Gang gekommen und haben uns auf den Weg zum
nebenan gelegenen Cultural Center gemacht. War wieder interessant, etwas über Lebensweise und
Mentalität der Aborigines zu erfahren.
Dann fuhren wir zum Nourlangie Rock. Dort gibt es zwei Wanderwege, entlang
derer man sehr schöne und interessante Felsmalereien der Aboriginals sieht,
zudem noch schöne Aussichtspunkte hat. Wir haben uns für den kürzeren Weg
entschieden, für den man immerhin auch 45 Minuten braucht. Es gibt einen
besonders schönen Ausblick auf den Wohnort des Donnergottes (Name vergessen –
schäm!), eine ‚gefährliche heilige Stätte‘ der Aborigines.
Übrigens wurde „Crocodile Dundee" im Kakadu gedreht, u.a. auch am
Nourlangie Rock.
Der Ort Jabiru (1100 Ew.) hat nicht viel zu bieten außer
einer kleinen
Shopping Plaza und einigen Uranminen. Komisch, und das in einem Nationalpark,
der noch dazu World Heritage Area ist. Grund zu Diskussionen zwischen Aborigines
und Regierung.
Von dort ging es zurück nach Cooinda, wo wir ca. 30 Minuten vor Beginn der
Yellow Water Tour eintrafen. Die war ein SUPER Erlebnis!
Über die Billabongs (Überschwemmungszonen) eines Nebenarms des Alligator
River ging es 2 Stunden lang, von 16.30 Uhr bis Sonnuntergang, in einem
Alu-Flachbodenboot. Unser Guide, Jason, hat seine Sache sehr gut gemacht, ist
‚fotofreundlich‘ gefahren und hat oft gestoppt, gezeigt und erklärt.
Wir haben zig verschiedene Vögel gesehen, vom kleinen, blau-orangefarbenen
Königsfischer über den Jabiru (Australiens einziger Storch, Männchen:
schwarze Augen, Weibchen: gelbe Augen, ansonsten nicht zu unterscheiden), bis
zum Weißbauchseeadler (White-bellied sea eagle). Ab-so-lut umwerfend!
Dazu: Seerosen, Seelilien und wer weiß was noch an Pflanzen.
Und natürlich: Crocs. Genauer gesagt: Salt Water Crocodiles (kurz ‚Salties‘,
zu deutsch Leistenkrokodile). Mal im Wasser, einige auf Land, schwimmend,
abtauchend, faulenzend. Zwei oder drei waren laut Jason 4-5 m lang. Die Formel: Kopflänge
des Salty X 6-7 = Gesamtlänge. Nach letzten Zählungen gab es in
diesem Gebiet 107 Salties und ganze 4 Freshwater oder Johnston-Krodokile (letztere
wiederum für Menschen ungefährlich). Salties können geschätzte 80 Jahre alt
und bis zu 7 Meter lang werden. Das größte je gemessene in Yellow Water hatte
‚nur‘ 5,50 Meter. übrigens gibt es sie in jeder Art Wasser, ob süß oder
salzig, Fluss, Billabong, Meer…. Ihre ‚staple diet‘ (Hauptfutter) hier:
Fische, vor allem Barramundi. Sehr selten mal ein Vogel, noch seltener mal ein
Pferd (es gibt einige Weiden die direkt bis ans Wasser gehen). In der Wet Season
legen die Weibchen Eier in ein selbstaufgeschüttetes Nest und bewachen es bis
zum Schlüpfen der Jungen – und die Aboriginals entnehmen Eier aus dem Nest
ohne das Muttertier dabei zu stören und logischerweise auch nicht zu reizen!!
In der Wet Season ist der Wasserstand um 2,50 m höher als heute,
während der Dry Season. Unglaublich, wie die Pflanzen das überleben – zum Teil von
Trockenheit zur Unterwasserpflanze!
Wasserbüffel haben wir nicht gesehen, obwohl es mal so viele dort gab, dass
das Gebiet versteppt war. Auch Wasserbüffel gehören zu den ‚Eindringlingen‘,
die der heimischen Natur sehr schaden. In der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts gab es einige Büffeljäger im Norden, die sie in großen Zahlen
abgeschossen haben.
Die Yellow Water Tour kostete uns übrigens AUD 25 pro Person. Ohne
Einschränkung empfehlenswert, Prädikat: Muss man gesehen haben.
Heute morgen ging’s auf zur letzten Fahrt mit unserem
Campervan.
Bei Ubirr Rock sind wir noch mal abgebogen, um uns Aboriginal-Felszeichnungen
anzusehen. Es gibt dort einen netten, kleinen Wanderweg. Dann ging’s weiter
Richtung Ausgang Kakadu National Park und ohne Begeisterung den Arnhem Highway
entlang Richtung Zivilisation.
Die Landschaft war die bekannte: recht dichte Vegetation, von abgebrannten
Flächen unterbrochen und beeindruckende Termitenhügel. Wir haben auch den
South Alligator River (es gibt keine Alligatoren in Oz, damals wurden
die Crocs pauschal so genannt) überquert, einen breiten und vor allem wasserführenden
Fluss – selbst hier in den Tropen (wie gesagt: trockene Tropen) in der Dry
Season keine Selbstverständlichkeit. Auch der Adelaide River ist recht breit.
Dort kann man Bootsfahrten zu den ‚springenden Crocs‘ machen, d.h. an
Stangen werden Köder vom Boot aus über’s Wasser gehalten, die Crocs springen
aus dem Wasser heraus und schnappen sich das Fleisch. Wir haben die Boote
gesehen, hatte aber keine Lust so eine Tour mitzumachen.
In den Adelaide River Wetlands gab es massenweise Vögel
und auch einige Wasserbüffel. Natürlich fotografiert!
Hier in Darwin hat uns nun die Zivilisation und ein Hotelzimmer wieder –
aber sooo toll finden wir das gar nicht, das Nomadenleben mit unserem kleinen
Camper hat uns super gefallen!
Wir haben erst im Hotel eingecheckt, unser Gepäck aufs Zimmer gehievt und
anschließend den Wagen bei Britz zurückgegeben. Wir haben ein Lob als „gute
Kunden" eingeheimst, weil es keine Probleme mit unserem Wagen gab.
Wochenbilanz bei Budget: 10 Wagen mit Känguru-Unfällen, ein Mann hatte beide Schlüssel
verloren und ein tragischer Unfall mit Überschlag zwischen Pine
Creek und Jabiru, bei dem beide Opfer mit Kopf- bzw. Rückenverletzungen noch in
Lebensgefahr schweben.
In Darwin’s Fußgängerzone haben wir ein nettes, rustikales Restaurant
gefunden, das „Hog’s Breath Café", und dort lecker gegessen. Sehr nett
eingerichtet, mit Souvenir-Shop wie die Hard Rock Cafés. Leider machen sie
schon um 23.00 Uhr dicht.
Lonely
Planet Guide to Darwin
Der Gang zum nahegelegenen Lamaroo Beach erwies sich leider als Flop:
Steinstrand, rumlungernde Typen. Also wieder kehrt.
Nach einigen Abstechern in Souvenirläden (und es gibt viele in Darwin!) und
dem Abgeben von 9 Filmen zur Entwicklung machten wir uns zu Fuß auf zum Mindil
Beach. Ganz nett dort, kaum was los. Nach 30 Minuten Fußmarsch und dummerweise
ohne Wasser kam sich Claudia nach einer Stunde am Strand schon vor wie Quasimodo:
„Wasser!!"
Zum Glück fährt vom Strand bis mehr oder weniger vor unser Hotel ein Bus:
AUD 1 pro Nase, 5 Minuten Fahrt. Später gingen wir unsere Filme abholen und
sahen uns die Bilder auf der Terrasse einer Kneipe an. Die Menge der Bilder löste
am Nachbartisch unverhohlene Überraschung aus.
Abends waren wir wieder im Hog’s Breath, das diesmal knüppelvoll
war. Der
Service war aber unverändert gut und sehr freundlich. Wir haben unseren ersten
Barramundi gegessen – delikat! Schade, dass es den Fisch nicht auch in Europa
zu kaufen gibt.
Ach ja: Als wir heute morgen die Bushaltestelle suchten, um zum Strand zu
fahren (und deswegen am Ende zu Fuß zum Mindil Beach gegangen sind), haben wir
einen Passanten um Rat gefragt. Nach angestrengtem Suchen erklärte er uns entschuldigend,
er sei leider auch nicht von hier, sondern aus Adelaide.
Frühstück gab es heute morgen im Confetti Café, mit einer auffallend
netten Bedienung. Wegen des starken Windes haben wir uns gegen einen
Strandbesuch entschieden.
Nach ausgedehntem Shopping marschierten wir zu Fuß zu Indo-Pacific Marine,
dem ersten von weltweit 4 Riffs „im Tank". Der Fußmarsch war nicht so schön, da man wegen Bauarbeiten einen langen Umweg an Industrieanlagen vorbei
machen musste. Das Riff, d.h. verschiedene Aquarien, war ein wahrer Augenschmaus.
Der große Tank ist völlig autark, es wird dort weder gefüttert noch Wasser
gefiltert oder gewechselt. Letzteres ist 15 Jahre alt! Aber völlig klar. Dort
gibt es einen neugierigen Riff-Fisch namens Mr Bubbles, der dicht an die Oberfläche
kommt, um die Touristen näher in Augenschein zu nehmen (normal ist
das Verhalten allerdings nicht). Dort wurde uns auch empfohlen, mit dem
bestellten Shuttle Bus (= Sammeltaxi zu AUD 2/Person) zum Mindil Beach Market zu
fahren, der nur 1x die Woche stattfindet. Ein guter Tipp! Es gibt dort alles:
Fressbuden mit internationaler Küche, Souvenirs aller Art, Masseure, Ponyreiten,
Kunsthandwerk… Es war der Baer los und echt interessant. An einem Stand gab es
sogar Poffertjes, diese kleinen runden niederländischen Pfannkuchen, die
Claudia vom Weihnachtsmarkt in Bonn kannte, aber Torsten nicht. Hier im Top End
von Australien aber werden sie verkauft! Witzig.
Wir nahmen wieder den Shuttle Bus zurück zum Hotel und wurden
für unsere läppischen AUD 2/Person bis vor die Tür gebracht. Super Service.
Abends haben wir wieder erstklassig im Hog’s Breath gespeist, wo wir schon
wie Stammkunden begrüßt und behandelt werden. Zum Abschluss des hervorragenden
Essens hat Torsten einen Bundaberg Rum (kommt aus Queensland, kurz ‚Bundy‘)
probiert. Grosses Erstaunen, als er darauf bestand, ihn pur zu trinken, um den
Geschmack richtig kosten zu können. Als wir (als letzte Gäste) gingen, kam uns
der Barkeeper sogar ein Stück die Treppe runter hinterher (Anm. Das Hog’s
Breath in Darwin ist im 1. Stock eines Gebäudes): „See you later, guys!"
Anmerkung: Die Aussies sagen ‚See you later‘ als Abschiedsgruss. Auf ‚Good
bye‘ reagieren sie eher mit Erstaunen, da kaum gebräuchlich.
Heute morgen haben wir wieder im Confetti Café gefrühstückt
und natürlich abends im Hog’s Breath gegessen. Lecker wie immer, es gibt immer mehr von der
Crew, die uns begrüßen. Der Mississippi Mud Cake ist super!
Ansonsten war es ein ruhiger Tag. Die Luft hier ist gemäss
Fernsehwetterbericht so trocken, dass zu schnelles Gehen zur Selbstentzündung führen
könnte. Wir schreiten also gemessenen Schrittes, landläufig würde man unsere
Gangart wohl respektlos „schlappen" nennen..
Wir haben kurz geguckt, wo Doctor’s Gully ist, der Ort des
wilden-Fische-Fütterns.
Am schmalen, aber fast menschenleeren Nachbarstrand des Mindil Beach haben wir
2,5 Stunden durchgehangen. Gleich daneben ist ein Yachthafen.
Für übermorgen haben wir ein Auto gemietet und werden damit zum Litchfield
National Park fahren.
Auch heute gab es keine besonderen Vorkommnisse. Frühstück
im Confetti,
Abendessen im Hog’s Breath, dort kennt uns inzwischen anscheinend jeder. Kurze
Schrecksekunde vorm Gehen: Claudia dachte, ihr Kängurubeutel war weg, er war
aber nur zwischen Bank und Wand gerutscht. Uff!
Heute morgen haben wir die Handvoll Gebäude besichtigt, die vom Darwin vor
1974 übriggeblieben ist. An Weihnachten jenes Jahres suchte Zyklon ‚Tracy‘
die Stadt heim und hinterließ einen einzigen Trümmerhaufen. Vom historischen
Darwin blieb so gut wie nichts übrig. Die Einwohner sind aber trotzdem
geblieben und haben ihre Stadt wieder aufgebaut.
Unsere heutige Strand-Faulenz-Episode fand wieder am Mindil Beach statt.
Heute morgen hatten wir noch einen Film zur Entwicklung abgegeben – leider
aber nicht den vollen, sondern den letzten leeren Reservefilm…. Peinlich!!!!!!
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20.07. Darwin – Litchfield National Park – Darwin
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Nach Abholung des für heute gemieteten Ford Festiva (Fiesta) Eco Sport
frühstückten wir erst mal im Confetti und fuhren dann auf ‚unserem‘, dem Stuart Highway,
zum Litchfield National Park.
Dort haben wir die größten Termitenhügel gesehen: 6 (SECHS) Meter hoch!
Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass die Erbauer kleine, blinde Insekten sind! Die Hügel
eines anderen Termitenstammes sind flach und grob in Nord-Süd Richtung
ausgerichtet (erinnern in Farbe und Form an Grabsteine).
Im wesentlichen gab es im Park Wasserfälle. Florence Falls – dort kann man
auch schwimmen. In der Nähe sind die Bluey Rockholes, kleine
hintereinanderliegende und miteinander verbundene ‚Tümpel‘, in denen man
auch schwimmen darf. Sie waren auch recht voll.
Von den Tolmer Falls hatten wir nicht nur einen schönen
Blick auf den
Wasserfall selbst, sondern auch auf einen zum Glück weit entfernten, recht großflächigen
Buschbrand. Sah für unsere ungeübten Augen jedenfalls nicht
kontrolliert aus. An den Tolmer Falls leben in Höhlen seltene Fledermäuse (Ghost Bat, Orange Horseshoe Bat), Short Ear Wallabies und Olive Pythons.
Weiter zu den Wangi
Falls, die sich in ein sehr großes
Becken ergießen, das
auch als Pool genutzt wird. Crocs werden durch Netze oder so am Hineinschwimmen
gehindert.
Auf dem Rückweg haben wir auf der Weide einer Station zwei
Wasserbüffel schön dicht vor die Linse bekommen.
Zum Abschluss des Tages haben wir in Doctor’s Gully zusammen mit vielen
anderen Touristen die wilden Fische, die jeden Tag bei Flut kommen, mit von
Organisatoren verteilten Weißbrot gefüttert. Claudias Jeansshorts und T-Shirt
waren hinterher etwas feucht (man steht mit den Füßen im Wasser).
Unser letzter Urlaubstag L .
Wir waren heute noch mal am Mindil Beach, wo absoluter Tiefwasserstand war.
Massen von Einsiedlerkrebsen krochen auf dem Strand herum. Nach drei Stunden
Schmoren in der Sonne haben wir den Strand wieder in australische Hand übergeben.
Luftfeuchtigkeit heute nur 19%!
Dann kam unser letzter (schluchz) Besuch im Hog’s Breath Café. Die
Mannschaft hat uns jedem ein Bier ausgegeben, weil es unser letztes Mal war.
Total nett! Mit einem Studenten, der dort jobbte, haben wir uns noch länger unterhalten und auch von ihm verabschiedet. Bedienung und Essen dort waren immer
gleichbleibend ausgezeichnet! Nach kurzen Vergleichen unsererseits Oz<->Belgien
war er total platt, dass Belgien tatsächlich ein Land ist. In Oz gibt es
Stations (Ranches), die größer sind….
Das war es dann leider, unser Aufenthalt Down Under – gerne gehen wir nicht.
Land und Leute haben wir in unser Herz geschlossen. Es war das erste, aber
hoffentlich nicht das letzte Mal, das wir in Australien waren…
‚You’ll never never know if you never never go…‘
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