Lassen Sie Windräder, Wasserlöcher und Tanks unberührt.
Campen Sie nie in der Nähe von Wasserstellen für Vieh -
die Tiere bleiben dann fort und können verdursten.
Bremsen Sie sofort ab, wenn Sie ein anderes Fahrzeug auf
einer Schotterstraße passieren- sonst könnte das Ergebnis eine zerbrochene
Windschutzscheibe sein.
Sprechen Sie über CB-Funk mit den Lastwagenfahrern, sie
werden auf Sie Rücksicht nehmen, wenn sie Ihre Absichten kennen.
Verlassen Sie die Straße, um Road Trains passieren zu
lassen- diese können nicht ohne das Risiko, sich zu überschlagen, auf dem
weichen Rand von unbefestigten Straßen fahren.
Wenn dort, wo Sie reisen, Schusswaffen erlaubt sind, dürfen
diese von außerhalb des Fahrzeugs nicht sichtbar sein. In einigen
Staaten können sie konfisziert werden, wenn sie in bestimmte Nationalparks
mitgenommen werden.
Informieren Sie sich sorgfältig über die geltenden
Vorschriften über Kettensägen. Funktionierende Kettensägen sind in
südaustralischen Nationalparks untersagt; allerdings dürfen sie in einigen
dichtbewaldeten Gebieten anderer Staaten - ausschließlich für das
Freiräumen des Weges - mitgenommen werden.
Wenn Sie privaten Grund, landwirtschaftliche Betriebe oder
Aboriginal- Land durchqueren und die Straße verlassen wollen, sollten Sie
eine Genehmigung einholen - ansonsten könnten Sie strafrechtlich verfolgt
werden.
Australien, Land der Extreme, kann in einer Gegend überschwemmt
sein und gleichzeitig in einer anderen Gegend abbrennen. Tägliche Information
bei örtlichen Behörden in Gebieten, wo diese Phänomene möglich sind, wird
Sie davor bewahren, in eine kritische Situation zu geraten.
Sie können zur Brandverhütung beitragen, indem Sie häufig und
sorgfältig Ihre Auspuffanlage überprüfen, während Sie in trockenem Grasland
unterwegs sind. Trockenes Gras kann in der Auspuffabdeckung hängen bleiben und
in Verbindung mit der hohen Temperatur am Fahrzeug zu einer "brandheißen
Angelegenheit" werden.
Buschbrände breiten sich schnell aus, wenn Sie also in den Weg
eines sich nähernden Feuers geraten, suchen Sie sich die freieste mögliche
Stelle mit wenigen Bäumen und wenigem oder kurzem Gras. Schalten Sie die
Warnblinker ein, um anderen Fahrzeugen Ihre Anwesenheit zu signalisieren
und sitzen Sie das Feuer in der relativen Sicherheit Ihres Fahrzeuges
aus, bis das Schlimmste vorüber ist.
Bereiten Sie sich vor, indem Sie alle Fahrzeugfenster
schließen, sich dann in eine Wolldecke wickeln und sich auf den Boden oder so
tief wie möglich legen.
Es ist extrem unwahrscheinlich, dass das Fahrzeug Feuer fängt;
Treibstoff im Tank brennt nicht, wenn er nicht einer direkten Flamme ausgesetzt
wird und - außer wenn Gras brennt - wird das Feuer schnell über Sie
hinwegziehen, weil es üblicherweise von starken Winden begleitet wird.
Wenn das Schlimmste vorüber ist, prüfen Sie, ob keine
Fahrzeugteile brennen. Benutzen Sie den Feuerlöscher, den Sie unbedingt im
Fahrzeug haben sollten.
Dann fahren Sie von der Feuerfront weg auf sicheren Boden.
Bevor Sie eine Bachüberquerung angehen, ist es notwendig
die Wassertiefe, und mindestens teilweise, die Beschaffenheit des
Bachbettes zu kennen. In den meisten Fällen genügt es, einfach
hineinzuwaten und nach Griff für die Reifen und nach der flachsten Stelle
zu fühlen. Allerdings könnten Bäche im nördlichen Australien von
Krokodilen bevölkert sein. In diesem Falle ist es ganz sicher nicht
empfehlenswert, die Tiefe zu prüfen, indem man hindurch watet! Wenn möglich,
wählen Sie eine alternative Route und gehen Sie weder mit noch ohne
Fahrzeug ins Wasser.
Wenn das Wasser mehr als reifentief ist, suchen Sie einen
anderen Weg. Wenn das auch nicht möglich ist und das Wasser achstief ist,
bedecken Sie die Front des Fahrzeuges mit einer Plane, bevor Sie in den
Bach einfahren. Dies soll verhindern, dass Wasser um den Kühler herum in
den Motorraum eindringt und die Maschine ertränkt. Eventuell müssen Sie
den Ventilator abklemmen, um einen Kühlerschaden zu verhindern und weniger
Spritzwasser auf den Motor zu bekommen.
Bevor Sie in den Bach einfahren, beschließen Sie einen
Notfallplan. Stellen Sie sicher, dass die Mitfahrer - besonders Kinder -
wissen, was zu tun ist, falls etwas schief geht. Sie müssen wissen, wie
sie aus dem Fahrzeug kommen und was sie danach tun sollen.
Stellen Sie sicher, im Voraus zu wissen, wo an der
Karosserie der Abschlepphaken ist - er könnte unter Wasser schwer zu
finden sein. Platzieren Sie wertvolle Dinge ( z.B. Fotoapparat,
Videokamera, CB oder HF- Funkgerät) nicht auf dem Fahrzeugboden, falls
Wasser eindringt. Schalten Sie den Allradantrieb ein.
Stellen Sie sicher das die Zentralverriegelung und die
Fenster offen sind, denn wenn das Fahrzeug stecken bleibt und die
Elektronik einen Kurzschluss hat oder versagt, wären alle Insassen im
Fahrzeug gefangen.
Fahren Sie mit eingeschaltetem Allradantrieb und
gesperrter Radnabe (hub engaged) im zweiten Gang (Wahlhebelstellung "Low") langsam und gleichmäßig
ins Wasser. Lassen Sie nicht die Kupplung schleifen oder versuchen Sie
nicht , den Gang zu wechseln, weil dies zu einer durchgehend schleifenden
Kupplung führen würde und möglicherweise das Fahrzeug stoppen würde.
Beachten Sie die die Uferausfahrt. Ist sie steil oder
weich oder beides fahren Sie weiter, indem Sie den Motor hochdrehen,
sobald Sie aus dem Wasser kommen und bis Sie höheren und flacheren Boden
erreicht haben.
Wenn das Fahrzeug im Wasser ausgeht und Sie es nicht
sofort neu starten können, versuchen Sie nicht weiter. Sie werden es
herausziehen müssen. Überprüfen Sie, ob kein Wasser in den Lufteinlass
eingedrungen ist und einen oder mehr Zylinder auffüllt. Sollte dies
passiert sein, steht Ihnen eine große Reparatur bevor.
Der Trick, um ein Allradfahrzeug sicher über Sand zu fahren, ist
das Treiben lassen. Es wird erreicht , indem man langsam und mit geringem
Reifendruck fährt, ohne anzuhalten. Weicher, trockener Sand
bedeutet oft, das man eine konstante Geschwindigkeit halten muss, damit
das Fahrzeug nicht stecken bleibt oder sich eingräbt. Allerdings sollten
Sie 80 km/h auf Sand nicht überschreiten.
Bleiben Sie womöglich in eingefahrenen Reifenspuren, weil dort der
Sand schon komprimiert ist und dies geringere Umweltschäden verursacht.
Bewachsene Sanddünen sind extrem empfindlich, also vermeiden Sie sie!
Wenn Sie in sandigem Gebiet oder auf dem Strand unterwegs sind, ist ein
Reifendruckprüfer unerlässlich, um den exakten Reifendruck
festzustellen. Wenn Sie viel auf Sand fahren müssen, macht sich ein
Luftkompressor schnell bezahlt. Verringern Sie den Druck auch auf hartem
Sand um ca. 10 psi; auf sehr weichem Sand müssen Sie möglicherweise um
bis zu 15 psi heruntergehen. Füllen Sie die Reifen wieder auf, sobald Sie
festen Untergrund erreicht haben.
Ob Sie auf Strand- oder Wüstensand fahren: Überladen Sie das Fahrzeug
nicht und überladen Sie insbesondere den Dachgepäckträger nicht. Wenn
Sie dies tun, kann sich der Fahrzeugschwerpunkt verändern und dies kann
extrem gefährlich sein.
Versuchen Sie zuerst Allradantrieb, zweiter Gang (High=übersetzt) und schauen
Sie, wie es läuft. 'Low'(=untersetzt) wird normalerweise nicht nötig sein, aber
benutzen Sie diese Einstellung, wenn die Drehzahl abfällt, damit Sie schnell in einen
niedrigeren Gang schalten können, um den Vortrieb zu erhalten.
Wenden auf Sand? Falls es irgendwelche Zweifel gibt, ob Sie drehen können,
ohne sich festzufahren, fahren Sie nicht bis zu einem Punkt jenseits der
Flutmarke. Es kann klüger sein, in Ihrer eigenen Spur zurückzufahren,
auch wenn Sie ein langes Stück rückwärts fahren müssten. Achten Sie
auf Ebbe und Flut, wenn Sie am Strand fahren. Sie können sich leicht
festfahren und den Motor dann in Salzwasser ertränken, wenn Sie von
einsetzender Flut überrascht werden. Fahren Sie nur während der zwei
Stunden nach und vor der Ebbe (niedrigster Wasserstand) am Strand.
Bulldust kommt in einigen Gebieten des Outbacks vor, wenn die
Oberfläche der Piste sich in feinen puderigen Staub auflöst. Er kann den
Motor beschädigen, wenn er eingesaugt wird oder - wegen seiner dem
Schleifpapier ähnlichen Eigenschaften - wenn er sich an gefetteten
Maschinenteilen ansammelt.
Aber noch gefährlicher ist die schwer beschädigte Pistenoberfläche
unter dem täuschend glatten Staub. Seien Sie vorsichtig!
Fahren Sie langsam durch Bulldust-Flecken um nicht zuviel Staub
aufzuwirbeln, der den Unterboden beschädigt und den Luftfilter verstopft.
Denken Sie dran: Halten Sie niemals Ihre Finger in das Lenkrad.
Finger und Daumen (beachten Sie besonders den Daumen) müssen auf dem
Lenkrad liegen.
Es reicht, wenn Sie auf der Piste gegen einen Stein fahren und das
drehende Lenkrad kann Ihnen Finger und Daumen brechen. Das mindeste, was
Sie hinnehmen müssten, wären Prellungen.
Für diejenigen, die normalerweise auf Teerstraßen oder
ausschließlich in Städten fahren, könnte eine Reifenpanne eine
seltene oder sogar völlig neue Erfahrung sein.
Abseits des Asphalts können Sie allerdings sicher sein, dass
Ihre Kenntnisse beim Reifenwechsel eher früher als später auf die Probe
gestellt werden.
Die folgenden Hinweise sollen Ihnen helfen, die Sache ohne
zu viel Mühe über die Bühne zu bringen. Im besten Sonntagszwirn sollten
Sie es trotzdem nicht versuchen, d.h. gehen Sie davon aus, dreckig zu
werden.
Und so funktioniert es:
bremsen Sie vorsichtig und halten Sie am
Straßenrand, so weit wie möglich entfernt vom fließenden Verkehr
und auf ebenem Grund (wenn es welchen gibt!)
ziehen Sie die Handbremse an, stoppen Sie den Motor,
schalten Sie in den Rückwärtsgang oder Parkstellung bei Wagen mit
Automatikgetriebe
finden Sie heraus, wo der Wagenheber angesetzt
werden muss (sehen Sie ggf. in der Betriebsanleitung nach)
sichern Sie das Fahrzeug, indem Sie einen Stein
oder ähnliches vor das dem platten Reifen diagonal gegenüberliegende
Rad legen
(wenn z.B. der rechte Hinterreifen platt
ist, muss der Stein vor den linken Vorderreifen gelegt werden)
heben Sie das Fahrzeug mit dem Wagenheber an
Vermeiden
Sie schwere Verletzungen: Arbeiten
Sie niemals unter dem Fahrzeug, während es aufgebockt ist. Vor dem Aufbocken müssen alle Passagiere aussteigen
Tipp: auf
weichem (z. B. sandigem) Untergrund sollten Sie den
Wagenheber auf ein Holzbrett oder ein Stück Metall stellen, um zu
verhindern, dass der Wagenheber einsinkt, anstatt das Rad anzuheben
sprühen Sie ein Schmiermittel, z.B. WD-40, auf
die Radmuttern und -bolzen. Das sollte eigentlich die Mischung aus
Rost und Staub aufweichen.
Tipp: wenn
Sie kein WD-40 dabei haben, erfüllen auch Bratöl oder Aerogard
(fetthaltiges Insektenspray) den Zweck
lösen Sie die Muttern und nehmen Sie das Rad
ab
bringen Sie den Ersatzreifen an und drehen Sie von
Hand die Radmuttern fest
Tipp:
es ist wesentlich einfacher, den Reifen anzubringen,
wenn Sie das Radkreuz darunter schieben. Alles, was Sie dann zu tun
haben, ist das lange Ende herunter zu drücken. Die Hebelwirkung macht
die Angelegenheit zu einem Kinderspiel.
Wichtig:
ziehen Sie die Radmuttern eine nach der anderen
an, indem Sie immer die sich gegenüberliegenden Muttern drehen.
lassen Sie den Wagen herunter, nehmen Sie den
Stein weg
ziehen Sie jetzt die Radmuttern mit dem
Radschlüssel an und beachten Sie dabei die
o.a. Regel
prüfen Sie den Reifendruck
vergessen Sie nicht Ihre Werkzeuge und den platten
Reifen!
nach einer Fahrt von ungefähr zehn Kilometern fahren
Sie an den Rand, um die Radmuttern noch einmal zu prüfen. In der
Zwischenzeit könnten sie sich wieder gelöst haben. Falls notwendig,
ziehen Sie sie mit dem Radschlüssel fest. Nach weiteren 1500
Kilometern wiederholen Sie die Überprüfung
Tipp: Lassen Sie den
beschädigten Reifen so bald wie möglich reparieren oder austauschen.
Sie wissen ja nie, wann Sie Ihre Kenntnisse im Reifenwechsel das
nächste Mal unter Beweis stellen müssen.