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Gefahren aktualisiert 02/08/04 12:27:10 +0200

Gesunder Menschenverstand, ohne Angst, ist der Schlüssel für den Umgang  mit der australischen Flora und Fauna. Riesenameisen
Lähmende Zecke
Seewespen Schlangen Der stechende Baum
Leistenkrokodile Haie Erste Hilfe entsprechend den Empfehlungen der Universität Melbourne, Victoria, Australien

Hinweis: Nach der Anwendung von Maßnahmen zur Ersten Hilfe sollte immer ein Arzt aufgesucht bzw. gerufen werden!

Der blauberingte Krake Spinnen
Steinfisch Bluebottles (Quallenart)
 
Seewespen (box jellyfish)

In den letzten hundert Jahren hat diese Würfelqualle ungefähr 60 Personen zu Tode gestochen, die zwischen Oktober und Mai in Australiens nördlichen tropischen Gewässern geschwommen sind. 

Sie sind fast durchsichtig mit klebrigen, stechenden, etwa drei Meter langen Tentakeln.

Erfahrene Surfer tragen Nylonstrumpfhosen, wenn sie in quallenverpestetes Wasser gehen.

Erste Hilfe:

  • so bald wie möglich sollte reichlich Haushaltsessig (niemals Spiritus oder Alkohol) über die auf der Haut verbliebenen Tentakel gegossen werden.
  •  die Tentakel können danach entfernt werden.

Haie

Die Arten, die am ehesten Menschen in australischen Gewässern angreifen, sind der "Bull Shark", der weiße Hai und der Tigerhai. bull shark

Es gab in diesem Jahrhundert ungefähr 400 tödliche Haiangriffe in australischen Gewässern, aber ein Schwimmer in Australien ertrinkt 50 mal eher, als dass er durch einen Haiangriff stirbt.

Bild von Simon Harmon

Schlangen

In Australien gibt es mehr tödliche Arten als in irgendeinem anderen Land der Welt. Diedeath adder schlimmsten drei sind der Taipan, die Tigerotter und die Todesotter. 

Seit den siebziger Jahren sind jährlich 300 Bissopfer mit Gegengift behandelt worden und zwei bis drei Personen pro Jahr sterben, weil ihnen nicht rechtzeitig ein Gegengift verabreicht werden kann.

 

Erste Hilfe:

  • obwohl nicht alle Schlangen giftig sind, ist es das Beste, sie alle als gefährlich anzusehen

  • manchmal wurde wenig oder kein Gift injiziert, selbst wenn Biss-Stellen zu sehen sind.

  • mindestens 95% der Bisse geschehen an den Gliedmaßen, ungefähr 75% an den unteren Gliedmaßen

  • das Gift wird ziemlich tief injiziert. Durch das Aufschneiden oder Aussaugen (John Wayne Methode), kann nur wenig Gift entfernt werden, deshalb wird von dieser potentiell gefährlichen Praxis abgeraten 

  • angemessene Erste Hilfe sind ein Druckverband und Ruhigstellung des betroffenen Körperteils  

Vermeiden von Schlangenbissen

Die Befolgung einiger einfacher Regeln hilft, Schlangenbisse zu vermeiden:

  • Schlangen in Ruhe lassen
  • nicht versuchen, Schlangen zu fangen oder zu manipulieren
  • in Schlangengebiet Stiefel und lange Hosen tragen
  • niemals ohne vorherige Erkundung in hohle Äste, dichtes Gras, Holzstapel usw. fassen 
  • auf anstatt über Äste steigen und erst auf die andere Seite schauen
  • den Kindern die Vorsichtsregeln beibringen
  • niemals auf die Vermutung verlassen, eine Schlange sei ungiftig, dies könnte ein Irrtum sein!

Leistenkrokodile

Das größte in Australien gefangene Leistenkrokodil war 8,60 Meter lang, aber meistens erreichen sie nicht mehr als fünf Meter Länge.

 Ihr habt so oder so nur wenig Aussicht, eine Begegnung mit einem Krokodil zu überleben. 

Es ist also nicht ratsam, in einsamen Flüssen oder Sümpfen entlang der nordaustralischen Küste zwischen King Sound, Westaustralien und Hervey Bay, Queensland schwimmen zu gehen.

Seit 1970 gab es im Schnitt jährlich einmal einen Krokodilangriff auf Menschen.

Spinnen

Von Australiens 1400 bekannten Arten sind die "Funnel-Web" (verbreitet in und um Sydney) und die "Redback"redback spider (in ganz Australien) die Giftigsten.

 In der Zeit, von der weiße Siedler hierüber Aufzeichnungen machten bis zur Entwicklung von Gegengiften in den Siebzigern hat jede von ihnen 13 Menschen getötet. In den Neunzigern waren Funnel-Web-Bisse selten und es gibt ca. 100 Redback-Bisse pro Jahr, von denen keiner tödliche Folgen hatte.

 

Erste Hilfe:

Funnel Web -Spinnenbisse:

  • Druckverband und Ruhigstellung sollten bei allen Bissen von großen schwarzen Spinnen im Bereich von Sydney angewandt werden, da die durch Funnel Web-Spinnenbisse hervorgerufenen Symptome sich schnell entwickeln und innerhalb von Minuten oder wenigen Stunden zum Tode führen können. Bandagen und Schienen sollten nicht entfernt werden, bis der Patient im Krankenhaus ist.

Redback -Spinnenbisse:

  • erste Hilfe besteht aus der Anwendung von Eispackungen zur örtlichen Schmerzlinderung. Druckverband und Ruhigstellung sind nicht nötig. Die Anwendung von Druckverbänden kann unnötigerweise die Schmerzen verstärken.

Lähmende Zecke
Dies ist die giftigste Zecke der Welt, verbreitet in den östlichen Buschgebieten Australiens. Sie ernährt sich von menschlichem Blut und hat in diesem (20.) Jahrhundert etwa 20 Menschen getötet. Der Speichel dieser Zecke enthält ein Gift, das fortschreitende Lähmungen beim Menschen hervorrufen kann. Es kann auch schwere Allergien auslösen. 

Erste Hilfe:

  • die Zecke mit einer abgerundeten Schere entfernen
  • den Patienten unterstützen, bis ein Gegengift verabreicht werden kann
  • falls der Patient schon krank ist, sollte ein Druckverband mit Ruhigstellung des betroffenen Körperteils angelegt werden , um die Ausbreitung giftigen Speichels zu hemmen 
  • sorgfältig nach weiteren Zecken am Körper suchen

Der blauberingte Krake

Verbreitet entlang der gesamten Küste. Er ist nur einige Zentimeter groß aber sein Maul istblue-ringed octopus voll von Gift, das Lähmungen hervorrufen und sein Opfer innerhalb von 12 Stunden töten kann, wenn es nicht künstlich beatmet wird.

Es gab nur zwei bestätigte Todesfälle im Zusammenhang mit dem blauberingten Kraken (der tatsächlich braun ist, bis er aggressiv wird) während dieses (20.) Jahrhunderts.

 

 

Erste Hilfe:

  • das Gift führt zu Muskel- und gelegentlich auch Atemlähmungen

  • der Patient kann bei Bewusstsein, aber bewegungs- und reaktionsunfähig sein

  • Druckverband und Ruhigstellung des betroffenen Körperteils sind angeraten

  • lange künstliche Beatmung kann nötig sein

  • Arzt rufen!

Riesenameisen

Die gefährlichsten Ameisen der Welt. 

Sie sind bis zu 4 cm lang (s. Linie zum Vergleich: ----------------- !) mit langen Kiefern, mit denen sie ihre Opfer packen, während sie  zustechen.

Sie sind in ganz Australien verbreitet und ihnen werden drei Todesfälle, zuletzt der eines Landwirtes aus Victoria 1988, zugeschrieben.

Der stechende Baum (oder auch: Brennesselbaum)

In den Regenwäldern entlang der australischen Ostküste wachsen drei Arten von stechendem Baum, die große, mit klebrigen Haaren bedeckte Blätter haben.

Sie zu berühren, verursacht quälende Schmerzen und Schwellungen in den Achselhöhlen und in der Leistengegend.

Die Schmerzen können wochenlang anhalten, führen aber normalerweise nicht zum Tode.

Steinfisch
Wenn Ihr an einem der Strände der nördlichen Hälfte Australiens entlanggeht, könnt Ihr nur hoffen, nicht auf einen Steinfisch zu treten, der auf dem Boden liegt und  mit einem seiner 13 giftigen Rückenstacheln sticht.

Erste Hilfe:

  • die betroffene Stelle abreiben oder in heißes Wasser eintauchen, um den Schmerz zu lindern
  • nicht versuchen, die Ausbreitung des Gifts zu verhindern
  • Krankenhauseinweisung könnte nötig sein, Arzt rufen!

Bluebottles  oder Portuguese Man O' War (Quallenart)

Nicht tödlich, aber eine ernsthafte Sommerplage. Bluebottle, a.k.a. Portuguese Man O'War

Diese Quallen verursachen mit ihren langen Tentakeln schmerzhafte Stiche. 

Sie werden manchmal mit starken Winden in Mengen auf die Strände geweht.

 

Erste Hilfe:

  • Entfernen der Tentakel, möglichst mit einer Pinzette

  • Essig ist nicht empfehlenswert

  • möglicherweise ist die Einnahme von Schmerzmitteln nötig, obwohl bei den meisten Stichen Eispackungen oder lokale Betäubungsmittel ausreichen 

 

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