Die Kimberleys liegen im Norden des Staates Western
Australia.
updated 02/04/04 16:44:12 +0100
Karte: Hema map "The
Kimberley" (ISBN 1-865001-05-8)
Rau und isoliert im wahrsten Sinne des Wortes, ist diese wunderschöne
Landschaft ein Kontrast von goldenen Spinifex-Ebenen,
dramatisch ansteigenden Bergketten,
ruhigen Wasserlöchern und riesigen Schluchten,
die von Australiens rauesten und spektakulärsten Küstenstreifen
umgeben sind.
Die größten Orte der Region sind Broome, Derby, Fitzroy Crossing,
Halls Creek, Kununurra und Wyndham.
Dieser 22 Kilometer lange, weiße Strand mit türkisfarbenem
Wasser ist ein beliebter Ort, um den Untergang der Sonne über dem
Indischen Ozean zu beobachten.
Er ist auch beliebt zum Schwimmen ( Achtung: Seewespen-bzw.
Würfelquallen von
Oktober bis Mai).
am Cable Beach: Staircase to the Moon (Treppe zum Mond)
wird verursacht durch den Vollmond, der bei extrem niedrigem
Wasserstand in den freiliegenden Schlickflächen reflektiert wird
und dadurch die schöne optische Täuschung einer Treppe kreiert.
Daten und Zeiten können in der Touristeninformation erfragt werden.
Sechs Kilometer südlich von Broome ist dieser Bereich von roten
Felsenklippen, die einen starken Kontrast zum azurblauen Indischen
Ozean bilden. Angeblich sollen hier bei extrem niedrigen Wasserstand
Dinosaurier- Fußspuren zu sehen sein!
Malcolm Douglas Broome Crocodile Park
Dieser in der Nähe des Cable Beach gelegene Wildlife Park
beherbergt mehr als 270 Krokodile, nicht nur aus Australien.
Die täglichen Fütterungstouren sind unterhaltsam, aber
man kann auch vieles über das Verhalten der Krokodile lernen.
Etwas mehr als 200km nördlich von Broome, 3 - 4 Stunden Fahrt auf
einer sandigen Piste,
und Ihr seid an einem der wenigen Orte, wo man die Sonne über dem
Wasser auf- und untergehen sehen kann.
Es gibt dort wundervolle Sandsteinklippen, interessante
Felsformationen, Sanddünen und tolle
Strände.
Die beeindruckende Geikie
Gorge liegt etwa 18km nordöstlich von Fitzroy Crossing. Die
14km lange Schlucht wird durch den Fitzroy River geformt, der sich
in ein altes Kalksandsteinriff gegraben hat, und dadurch Wände bis zu
30m Höhe hinterlassen hat. Die Schlucht führt permanent Wasser und
ist der Lebensraum für Sägefische, Rochen, Süßwasserkrokodile
und einer vielfältigen Vogelwelt.
Der Park ist von April bis November geöffnet und kann mit
geführten Bootstouren erkundet werden. Informationen gibt es in der
Touristeninformation von Fitzroy Crossing.
Die Gibb River Road wurde
ursprünglich für Rindfleischtransporte per Road Train (riesige
Lastwagen mit einer Gespannlänge über 50m) gebaut. Sie verläuft
über etwa 665km von Derby bis zur Kreuzung mit dem Great Northern
Highway zwischen Wyndham und Kununurra. Die beste Reisezeit ist
zwischen April und November, wenn die Wasserstände der Flüsse
gefallen sind und bevor die Regenzeit (Wet Season) beginnt. Der Straßenbelag
variiert von Teer zu natürlichem, steinigen Grund mit
Bulldust-Strecken ( puderiger Staub). Der steinige Ostteil ist
besonders schlecht für die Reifen. Ein Geländewagen ist
empfehlenswert, so wie auch die Mitnahme von Reservereifen, reichlich
Treibstoff, Wasser und Lebensmittel.
Lennard River Gorge
Diese Schlucht kann nur per Geländewagen erreicht werden. Sie
ist ca. 5km lang und ein Wasserfall nördlich des Eingangs speist
einen natürlichen Swimming Pool.
Dies ist vielleicht die spektakulärste Schlucht mit Wasserfall
in den Kimberleys. Um sie zu erreichen, braucht man einen
Geländewagen und muss dann etwa 20min zu Fuß zu den Bell Creek
Falls gehen, die sich in ein großes Swimming Pool ergießen.
Am Ende des Four-Wheel Tracks gibt es Bush Camps mit Toiletten,
während in Silent Grove ein gut ausgestatteter Campingplatz mit
Toilletten, Duschen und schattigen Stellplätzen vorhanden ist.
Diese kleine, hufeisenförmige Schlucht hat einen Wasserfall, der
sich aus 20m Höhe in einen runden Pool ergießt. Sie ist die am
leichtesten zugängliche Schlucht an der Gibb River Road.
Manning Gorge/Mt Barnett Roadhouse
Manning Gorge ist ein wunderbarer Platz zum Schwimmen und angeln,
etwas nördlich des Mt Barnett Roadhouse. Ein zwei
Kilometer langer Marsch vom Bush
Camp, mit Wasser und Toiletten, führt zu einem malerischen
Wasserfall. Am Roadhouse kann man seine Vorräte aufstocken,
auftanken und Reifen reparieren lassen.
Adcock Gorge
Für Touristen nicht mehr zugänglich (Stand 2002)
Barnett River Gorge
Nur einige Kilometer abseits der Gibb River Road befindet sich
die Barnett River Gorge, zugänglich über einen sehr rauen Track.
Wir selbst gehören allerdings zum Club derer, die diese Schlucht
(noch) nicht gefunden haben, denn es gibt keine Ausschilderung und
der Weg gabelt sich hier und da, um dem Besucher die Erkundung
dieser Sehenswürdigkeit zu erschweren. Viel Spaß und Glück beim
Suchen!
Einige hundert Meter abseits der Gibb River Road liegt Jack's
Waterhole am Durack River, wo man gegen geringe Gebühr
schwimmen, angeln und campen kann. Es gibt Toiletten und heisse
Duschen. Feuerholz kann vor Ort gesammelt werden.
Tipp: wer Wert auf eine heiße Dusche legt, sollte
dies für den späten Nachmittag oder frühen Abend einplanen, wenn
das Duschwasser im Tank über einem Feuer erhitzt wurde. Morgens
sind die Duschen eher kühl, oder, wie empfindliche Gemüter sagen
würden, kalt.
(Tourist Bureau Tel. 08-9168 1177, Nationalparkverwaltung
Kimberleys Tel. 08-9168 4200)
Kununurra ist umgeben von Flüssen, Überschwemmungsgebieten und
spektakulären, rauen Bergen.
Die Stadt breitet sich entlang des Ord River aus und in den
Morgenstunden liegt sie im Schatten des mysteriösen Hidden Valley.
Sie hat eine ganze Auswahl an örtlichen Sehenswürdigkeiten,
Dienstleistungen und Souvenirläden.
Argyle Diamonds
Die Argyle Diamond Mine ist die größte der Welt, südlich von
Kununurra gelegen. Hier werden u.a. die einmaligen rosa Diamanten
gefördert, die man auch in Juwelierläden in der Stadt bewundern
kann.
Kelly's Knob
2.4km vom Stadtzentrum entfernt kann man von diesem
Aussichtspunkt aus einen Panorama-Blick über Kununurra und das Ord
River Bewässerungsgebiet genießen. Zufahrt über Speargrass Road.
Zebra Rock Gallery
Von der Packsaddle Plains Road aus gelangt man in einen großen
Gartenbereich, wo die einzigartigen Zebra-Steine bearbeitet, poliert
und für den Verkauf ausgestellt werden.
Tipp: Ein besonderes Souvenir,
Zebra-Steine wurden bisher ausschließlich in dieser Gegend
gefunden!
Dieser Nationalpark grenzt direkt an die Stadt. Er wird oftmals
als die "Mini Bungle Bungles" beschrieben und ist eine
Ansammlung von alten Sandsteinhügeln und Felsformationen.
Wenn man den gut markierten Wanderwegen folgt, hat man
wunderschöne Ausblicke über die Stadt und den Park selbst.
Wer Richtung Osten aus der Stadt herausfährt, sieht den
Wegweiser, der auf diese bemerkenswerten Sandsteinformationen
hinweist. Sie erinnern in ihrer Form an eine alte verfallene Stadt.
Tipp: Der
Track, der durch diese Formationen hindurch führt, ist tief
sandig. Daher ist das Befahren nur mit einem Geländewagen
möglich. Die Gesteinsformationen liegen aber bis
nah an den Highway heran, sind also auch zu Fuß
leicht zu erreichen.
Auf die einzelnen Sehenswürdigkeiten möchte ich hier nicht
näher eingehen, aktuelle Informationen und Empfehlungen besorgt man
sich am besten im Ranger Office im Park selbst.
Der Grund hierfür ist, dass der Zugang zu den einzelnen
Sehenswürdigkeiten stark von den Auswirkungen der vorangegangenen
Regenzeit abhängt.
Es gibt zwei sehr schöne Bush Camps mit schattigen
Stellplätzen, einfachen Toiletten, Wasser (nicht zum Trinken
empfohlen!) und Feuerstellen. Duschen sind nicht vorhanden.
Die Zufahrt zum Park ist nur mit Geländewagen erlaubt, der Track
ist sehr rau. Um den Track zu schonen, sollte der Four-Wheel
Drive zugeschaltet werden und zur eigenen Sicherheit das
Abblendlicht eingeschaltet werden.
Für die 53km bis zum Park sollte man zwei bis drei Stunden
einkalkulieren. An der Parkeinfahrt ist ein Informationsstand und
dort ist auch eine Gebühr zu entrichten, die die Nutzung aller
Einrichtungen, inkl. bis zu sieben Nächten Camping beinhaltet.
Der Park ist normalerweise von Januar bis einschließlich März
geschlossen, bei schlechten Wetterbedingungen auch länger.
Tipp: letzte Tankmöglichkeiten sind
inTurkey Creek (extrem teuer!) oder sonst Kununurra oder
Halls Creek.
Für den Besuch des Parks sollte aufgrund
der vielen Sehenswürdigkeiten mindestens eine Übernachtung
mit eingeplant werden. Ausreichend Trinkwasser mitnehmen!
Beim Herausfahren aus dem Park während der
Nachmittagsstunden kann die Sonne ganz erheblich die Sicht, und
damit die Sicherheit, beeinträchtigen. Ausfahrt am besten für
den Vormittag einplanen.