Der Verkauf von Bier, Wein und jeder Art von Alkohol ist den bottle shops
vorbehalten, z.B. Liquorland (s. auch Tabakerzeugnisse). Sie sind oft an Lebensmittelmärkte
angehängt.
Australische Biere, Weine und der berühmte Bundaberg Rum (Bundy) sind
sehr gut.
Victoria Bitter, allgemein auch als 'VB' bekannt, ist
(anders als es die Fernsehwerbung für eine andere Marke dem Zuschauer
weismachen will) die beliebteste Sorte in Australien.
Wie alle alkoholischen Getränke ist Bier in Australien
verdammt teuer. Allerdings haben die Getränkeläden immer Sonderangebote. Im
allgemeinen ist das Bier einzeln teurer als im "slab" (24 Dosen) oder
im "block" (36 Dosen).
Bier wird in Dosen oder Flaschen angeboten.
Tipp: Flaschen sind nicht
die beste Wahl, wenn Ihr abseits der Teerstraßen fahren wollt, denn sie würden
im Handumdrehen in einen Scherbenhaufen verwandelt.
Touristen-Tipp für diejenigen, die mal eine Kneipe
besuchen wollen:
Bekannte
Kreditkarten (vor allem VISA, MC) werden weitgehend überall im Land
akzeptiert,
es gibt allerdings Ausnahmen, vor allem im entfernten Outback.
An
Geldautomaten mit dem Maestro-Logo kann man mit EC-Karten Geld ziehen (wenn die
Karte auch dieses Logo trägt!)
In Geschäften,
die das Maestro- Logo zeigen, kann man mit der EC-Karte bezahlen (an der Kasse
sagt man "EFTPOS", "cheque" und gibt die PIN ein).
Für diese
Zahlungsart berechnet die Hausbank allerdings Gebühren, bei uns waren es 0.5
Euro.
Wir
waren gewöhnlich mit (jeder) 150 Dollar/Woche in bar und Kreditkarten unterwegs.
Überhaupt keine Probleme.
Wir mussten nie vorausbuchen, aber es ist auf jeden Fall besser, vor
Sonnenuntergang anzukommen. Erstens für die eigene Sicherheit (im Dunkeln kann
es zu gefährlichen Begegnungen mit Tieren kommen (s. unser Reisebericht
2000 ) und zweitens, weil die Plätze auf 'first come first serve' Basis vergeben
werden.
Die meisten Caravanparks
bieten (anders als viele Europäische) gratis heiße Dusche, eine Camp-Küche,
einen Grillplatz und oft führen sie einen Tourbuchungs- Service für Ausflüge
in die Umgebung.
Sehr
häufig finden sich in entlegenen Gebieten entlang der Outback-Routen sogenannte
Bush Camps, die sehr einfach ausgestattet sind, z.T. mit einer
Feuerstelle, primitiver "Dusche", Plumpsklo.
Platzgebühren
sind meistens moderat, 15-25 AU$ für zwei Erwachsene mit Fahrzeug (Caravan
Parks).
Campingausstattung
kaufen kann man bei Big
W*, K-mart*, Mitre 10*
(Baumarkt,
beschränkte Auswahl für Camping)
*über die
Links lassen sich Ladenadressen finden.
Tipp: Im
Fachhandel sind übrigens auch die in Europa verbreiteten Gaskartuschen der
Marke CampinGaz erhältlich, sie werden aus Frankreich importiert.
Die Stromspannung in Australien ist 240
Volt bei 50 Hertz.
Für die in Europa gebräuchlichen 220V-
Geräte ist dies kein Problem, da sie sowieso auf Spannungen bis zu 250V
ausgelegt sind.
Steckdosen haben drei flache Pole and möglicherweise braucht
man einen Adapter. Internationale Adapter, die für viele Steckertypen passen,
kann man in Australien (z.B. im Haushaltsgerätehandel) oder in
Flughafenboutiquen rund um die Welt kaufen.
Die Stecker in Australien, Neuseeland und China sind
gleich.
Wer 110Volt-Geräte benutzen möchte, sollte
sichergehen, dass diese Geräte einen Umstellschalter für 110/240 Volt haben.
Wenn nicht, braucht man einen Spannungsumwandler. In vielen Hotels findet man
Steckdosen für sowohl 110 Volt als auch 240 Volt für Rasierapparate.
Impfungen sind nicht erforderlich, wenn Sie nicht aus
einem Gelbfiebergebiet kommen oder ein solches innerhalb von sechs Tagen vor
Ihrer Einreise besucht haben. Sie benötigen keine besondere
Gesundheitsbescheinigung für die Einreise nach Australien.
Besucher dürfen eine angemessene Menge an verschriebenen Medikamenten
(keine Narkotika!) einführen. Diese sollten eindeutig etikettiert und
identifizierbar sein. Für größere Mengen ist es aber ratsam, eine ärztliche
Verordnung mitzuführen und ggf. dem Zoll oder einem australischen Arzt
vorzulegen. Alle Medikamente müssen im persönlichen Handgepäck transportiert
werden. Apotheken oder Drogerien vor Ort können Rezepte ausführen, die von
einem in Australien registrierten Arzt ausgestellt werden.
In Australien ist der medizinische Standard hoch, Ärzte
und Zahnärzte sind gut ausgebildet und Krankenhäuser gut ausgestattet. Sie
sollten eine Krankenversicherung oder eine Reiseversicherung mit umfassender
Gesundheitskomponente abgeschlossen haben, um bei Krankheit oder Unfall
abgedeckt zu sein.
Die Lebensmittelhygiene in Australien ist sehr gut und es
ist im allgemeinen überall problemlos zu essen. Die Wasserqualität ist auch
gut und im allgemeinen kann Leitungswasser problemlos getrunken werden.
Mücken, Buschfliegen, Sandfliegen und Zecken können in Australien eine echte Plage
sein. Deswegen ist guter Insektenschutz
wichtig für Outdoor-Freaks.
Aus unserer
Erfahrung können wir die Benutzung von Aerogard oder RID
empfehlen, dann werden Euch alle diese kleinen Biester in Ruhe lassen.
Diese und
andere Insektenschutzmittel werden in Drogerien (chemist) oder in Outdoor-
Läden und in den Drogerieabteilungen bei den K-Marts verkauft.
Tipp: Aerogard ist als Lotion oder Spray
erhältlich. Für diejenigen, die das Spray kaufen, ist hier der Rat eines
erfahrenen Buschmanns:
Vielleicht müsst Ihr mal an Eurem Wagen etwas schmieren und habt gerade kein
Sprühöl dabei. Kein Problem, Aerogard ist für diesen Zweck genauso gut, es
enthält fettige Bestandteile!
Internationale Anrufe, Ferngespräche und Ortsgespräche können
direkt gewählt werden.
Öffentliche Telefone sind
weit verbreitet. Man kann dort internationale -, Fern- und Ortsgespräche
führen. Ortsgespräche von Telstra Telefonen sind zeitlich unbegrenzt und
kosten 40 Cents. Die Telefone akzeptieren alle australischen Münzen und Telstra
Telefonkarten, die man in Zeitungsgeschäften und Verkaufspunkten erhält.
Kredittelefone
akzeptieren die meisten Kreditkarten und befinden sich an Flughäfen, im
Stadtzentrum und vielen Hotels.
Country Direct ist ein Service
für Kreditkarten- oder Call Collect (der Angerufene
bezahlt) Gespräche. Man kann mit einer Vermittlung im Heimatland sprechen oder
einen automatischen Service nutzen.
Handies mit einer
lokalen SIM Card können auf Tagesbasis an den meisten großen Flughäfen
gemietet werden.
Viele ausländische Handies funktionieren in
Australien, prüfen Sie dies bitte mit Ihrem örtlichen Anbieter vor
Reiseantritt.
Die Netzabdeckung ist im allgemeinen in den dicht
besiedelten Gebieten gut. Allerdings gibt es in den
entlegeneren Gebieten, z. B. im Outback, kein Netz.
Es
gibt viele Internet-Cafes in Australien, in denen man E-Mail empfangen
und senden, sowie Zugang zum Internet haben kann. Die Kosten werden
üblicherweise nach Zeit berechnet.
Die Gelben Seiten (Yellow
Pages) im Telefonbuch geben Einzelheiten über örtliche Cafes an. Größere
Hotels bieten ihren Gästen meist Internetzugang an und in einigen örtlichen
Büchereien ist der Zugang frei.
In den Woolworth's*
und Coles'*Supermärkten bekommt man gute Ware zu
vernünftigen Preisen.
Geflügel ist oft teurer als Rindfleisch.
Wer anderen Käse als Cheddar essen will,
muss sich auf deftige Preise einstellen.
Eine große Auswahl an Wurstaufschnitt
sucht man in australischen Geschäften vergeblich und die angebotene Ware enttäuscht
oft den Gaumen der Touristen.
Die Auswahl an Obst und Gemüse hingegen
ist wegen ihrer Vielfalt und Qualität sehr beeindruckend.
Fischliebhabersollten unbedingt
"Red Snapper", "Mangrove Jack" und "Barramundi"
probieren, wo sie frisch angeboten werden. Diese Raubfische haben ein sehr
zartes, mild schmeckendes Fleisch.
Australien ist -wenig verwunderlich- ein El Dorado für
Grillsaucen und -marinaden.
Brot ist für Touristen vor allem aus dem
deutschen Sprachraum immer wieder ein wichtiges Thema. Außer dem
weitverbreiteten weichen Sandwich-Brot gibt es in den großen Supermärkten in
der Spezialitätenecke auch Pumpernickel. Wer knusprige Brötchen möchte,
sollte die "Vietnamese Rolls" probieren. Diejenigen, die schon einmal
in Belgien waren, kennen diese Backwaren vielleicht unter dem Namen
"Piccolo". Sie sehen aus wie französisches Baguette im Miniaturformat
und schmecken auch ähnlich. Diese und andere Brötchen gibt es in der normalen
Backwarenecke.
Uns schmeckt auch das Brot der Marke "Helga's" von Woolworth sehr
gut. Es ist in mehreren Ausführungen, z.B. weiß, weiß mit Körnern, Vollkorn
oder Leinsamen erhältlich und ist auch gut, wenn es getoastet wird.
So
werden im australischen Outback die Raststätten mit Tankstellen und
Rastplatz,
oft auch mit (sehr einfachen) Campingmöglichkeiten genannt. Sie sind immer ein
willkommener Anblick, um sich selbst und das Fahrzeug aufzutanken. Seht auf Eure
Straßenkarte, sie sind eingezeichnet. Ihr solltet keines von ihnen auslassen,
denn schließlich wollt Ihr ja nicht im Nirgendwo ohne Sprit liegen bleiben oder?
Übrigens:
Wir waren ziemlich schnell süchtig nach den riesigen und immer frisch gemachten
Hamburgern, die sie da draußen für fast kein Geld servieren...
Die australische Sonne ist sehr intensiv. Bitte beachtet die folgenden einfachen
Regeln, um Euch den Urlaub nicht durch Sonnenbrand oder Hitzschlag zu verderben.
Bleibt
wenn möglich im Schatten, besonders zwischen 11 und 15 Uhr, wenn 60% der
schädlichen UV-Strahlung auftreten.
Zieht ein lose sitzendes, kühles Hemd,
möglichst aus engmaschigem Stoff, mit Kragen und langen Ärmeln an.
Reibt Euch mit Sonnencreme
ein. Nehmt ein maximal schützendes Breitbandspektrum-Mittel mit einem
Schutzfaktor von mindestens SF 15 für das Gesicht und andere unbedeckte
Körperteile. Verwendet die Sonnencreme mindestens 15 Minuten, bevor Ihr in
die Sonne geht und wiederholt die Behandlung regelmäßig, besonders nach
dem Schwimmen oder sportlicher Betätigung.
Setzt eine Kopfbedeckung
auf, entweder einen breitkrempigen Hut oder eine Baseballkappe
mit zusätzlichem Stoff zum Schutz der Ohren und des Nackens.
Wenn Ihr am Strand oder Pool seid, vergesst nicht, dass
Wasser die UV-Strahlung reflektiert und dadurch die Strahlungsintensität
erhöht.
Vergesst nicht, dass Ihr sogar unter Schirmen, in Zelten
oder auf Terrassen einen Sonnenbrand bekommen könnt.
Befolgt diese Ratschläge auch an kühleren, bedeckten
Tagen, an denen die UV-Strahlung genauso intensiv sein kann.
Trinkt sehr viel Wasser, wenn Ihr in der Sonne
seid, damit Ihr nicht austrocknet. Wasser ist besser als
Limonadengetränke.
Alkohol ist wegen seiner dehydrierenden (wasserentziehenden)
Wirkung nicht für diesen Zweck geeignet.
Anzeichen für einen Flüssigkeitsmangel sind
u.a. trockene, rissige Haut und kräftig gelber Urin.
Die Luftfeuchtigkeit im Inneren Australiens,
aber auch im tropischen Norden (während der Trockenzeit) liegt häufig
unter 20%, also weniger als ein Drittel der üblichen Werte im gemäßigten
Klima Europas oder Nordamerikas! Dies beschleunigt natürlich auch die
Austrocknung des Körpers.
Diese sind in Australien ziemlich teuer (ca. 10 AU$
für 25
Sargnägel).
Verkaufspreise sind nicht staatlich festgelegt, es lohnt sich also, vor
dem Kauf Preise zu vergleichen. Meistens wird Tabak in bottle shops (Spirituosenhandel)
und im Smokemart (Firmenkette), sowie am Tabakstand von Woolworth's (außerhalb
des Ladens, in der Nähe der Kassen) verkauft.
Zigaretten sind in Stangen (relativ betrachtet)
billiger als einzeln verkauft.
Achtung: Immer weniger Tabakhändler (außer in den
"bottle shops")
akzeptieren Kreditkarten. Sie wollen Bares!
Tipp: Australien erlaubt die Einfuhr von 250
Zigaretten pro Person. Reisende, die über Singapur nach Australien fliegen,
sollten vielleicht in Erwägung ziehen, ihren Zigarettenvorrat am dortigen
Changi Airport aufzustocken. Stangen zu 250 Stück werden dort für etwa 20
Singapur-Dollar angeboten. Dies entspricht ungefähr der gleichen Summe in
australischen Dollar. (Juni 2002).
Allerdings beschränkt sich die Auswahl dort im wesentlichen auf die
bekannteren Marken wie Marlboro, Lucky Strike, Camel, Longbeach und Winfield.
Rauchverbot gilt in Ämtern, öffentlichen
Verkehrsmitteln, Reisebussen und innerhalb der australischen Flughäfen.
Außerdem darf auf inneraustralischen Flügen nicht geraucht werden und viele
internationale Fluggesellschaften verbieten das Rauchen im australischen
Luftraum (wenn sie es nicht, wie die meisten, sowieso generell verbieten). In
New South Wales ist das Rauchen auch in Restaurants verboten. In den anderen
Staaten bieten viele Restaurants Nichtraucher-Zonen an.
Busse gibt es in vielen Orten und Städten, und es gibt
innerstädtische Bahnen sowie Bahnverbindungen zwischen den Städten.
Innerstaatliche und überstaatliche Fernbusse bedienen viele der beliebten
Verbindungen.
Taxen gibt es in allen größeren Städten.
Tipp:
um ein Taxi irgendwo in Australien zu bestellen, genügt
es, sich eine
einzige zentrale Nummer zu merken:
Tankstellen sind flächendeckend in der Küstenregion Queenslands und in und um
große Städte der anderen Regionen vorhanden..
Im Outback (auf dem Land) können Tankstellen sehr weit voneinander
entfernt sein ( u.U. mehr als 200 km). Im Outback bei jeder Möglichkeit tanken! Achtet auf Schilder, die
'fuel' (Treibstoff) ankündigen.
Für
diejenigen die es nicht wissen: Die Australier fahren links. Trotzdem gilt
rechts vor links an Kreuzungen!
Der
Verkehr kann in umbauten Gebieten in größeren Städten dicht sein, aber auf
dem Land kann man sich frei in angenehmem Tempo bewegen.
Es
gibt Radarkontrollen, um die Geschwindigkeitsbegrenzungen durchzusetzen.
Auf den Highways (Landstraßen) werden
Entfernungen meistens auf kleinen grünen Schildern angegeben, auf denen der
Name des nächsten Ortes nur abgekürzt genannt wird, z.B.
BM
Broome
606km
D
Darwin
350km
606
350
Für das Fahren
im Outback, auf unbefestigten Straßen, siehe unsere Tipps in der Allrad-Sektion.
Hier sind einige Vokabeln, die dem
Reisenden auf Verkehrsschildern begegnen können, und deren Bedeutung:
BELT
UP
anschnallen (auch
austral. Umgangssprache: halt die Klappe)
CATTLE
CROSSING
die Straße
kreuzendes Rindvieh
CAUSEWAY
Betonfurt durch
Wasserlauf
CREST
Hügelkuppe
CROSSING
STOCK
die Straße
kreuzendes Rindvieh
DIP
Mulde/ Delle in der
Straße, möglicherweise mit Wasser gefüllt
FLOODWAY
Teil der Straße, der
bei/nach Regen überschwemmt sein kann
GRAVEL
ROAD
Schotterstraße
JUMP
UP
steile Steigung oder
Gefälle
KEEP
LEFT
links fahren
NEXT
SERVICE ...KM
Entfernung zur
nächsten Tankstelle
OVERTAKING
LANE AHEAD
Überholspur voraus;
links fahren, um dem schnelleren Verkehr Gelegenheit zum Überholen zu
geben.
NO
OVERTAKING
Überholverbot
NO
THROUGH ROAD
keine
Durchfahrtstraße
PADDOCK
eingezäunte Weide am
Haus
ROAD
OPEN TO 4WD VEHICLES ONLY
auf ungeteerten
Straßen; Achtung, wer hier trotzdem mit einem nicht Allrad getriebenen Fahrzeug fährt, riskiert saftige Strafen (+/- 400 AU$).
Gleiches gilt, wenn eine Straße für den gesamten
Verkehr gesperrt ist.