Rotes Zentrum beschreibt den Süden des Northern
Territory,
in der geographischen Mitte Australiens.
aktualisiert 07/01/04 20:06 +0100
Karte: Hema Map
'The Red Centre - Alice Springs to Uluru '
ISBN 1-6500-143-0,
Maßstab 1:750 000
Trotz seiner Abgelegenheit ist das
Rote Zentrum ein beliebtes Reiseziel in Australien, beherbergt es doch
eine der Ikonen des Landes: Uluru, besser bekannt als Ayers Rock.
Mit nicht einmal 23.000 Einwohnern ist Alice Springs die einzige größere
Ansiedlung in der Region , eine der
abgelegensten Städte der Welt. Trotzdem finden jährlich mehr als 400,000
Besucher ihren Weg zu diesem Ort inmitten des roten Wüstensands.
Montag bis Freitag: 08.30h bis 17.30h.
Samstags, Sonntags & an Feiertagen: 09.00h bis 16.00h
Wie
kommt man nach Alice?
Alice Springs liegt direkt am Stuart Highway (Hwy 87/Hwy 1),
einer durchgehend geteerten, gut gepflegten Verbindungsroute
zwischen Adelaide und Darwin.
tägliche Flüge von und nach Sydney, Melbourne, Adelaide,
Darwin, Cairns und Perth; außerdem zum Yulara Resort.
der legendäre "Ghan" Zug fährt zweimal
wöchentlich
tägliche Expressbusverbindungen nach Adelaide, Darwin und
Brisbane
Alice
Springs Desert Park
Nur wenige Minuten außerhalb
der Stadt, bietet er die einmalige Möglichkeit, auf kleinstem Raum die
verschiedenen Lebensräume der Wüste mit ihrer vielfältigen Flora
und Fauna kennen zu lernen. Dieser Park ist die ideale Einführung
in die Natur des Roten Zentrums. Die Tiere und Pflanzen werden in
ihrer natürlichen Umgebung, in Buschland, Sand oder
Flusslandschaften vorgestellt. Im Nature Theatre können Sie die Flug- und
Jagdtechniken freifliegender Greifvögel beobachten.
Planen Sie für den Besuch mindestens drei Stunden
ein.
Der Park ist täglich von 07.30h bis 18.00h
geöffnet (außer am 25. Dezember).
Das Nature Theatre ist von 10.00h bis
15.30h geöffnet.
Telefon: 61 8 8951 8788
Fax: 61 8 8951 8720
Von Alice Springs aus kann man organisierte
Touren buchen.
School
of the Air
Diese einzigartige Institution ist auf
jeden Fall einen Besuch wert. Von hier aus werden die Kinder an
ihren entlegenen Wohnorten in der riesigen Region, die größer ist
als mehrere europäische Länder zusammen, per Funk unterrichtet.
Dem Besucher wird die Bedeutung der Schule erklärt und an
Schultagen kann man sogar dem laufenden Unterricht folgen.
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag: 08.30h bis 16.30h
Sonntags 13.30h bis 16.30h
geschlossen am 25.12., 26.12. und 01.01.
Telefon: 61
8 8951 6834
Fax: 61 8 8951 6835
Royal
Flying Doctor Service (RFDS)
Diese Einrichtung gibt es seit 1939 und sie
leistet heute noch medizinische Hilfe in entlegenen
Buschgemeinden des australischen Zentrums. Bei einer Besichtigung
erfahren Sie über die Bedeutung dieser Einrichtung für Geschichte
und weitere Entwicklung der Region.
Der RFDS befindet sich auf der Stuart Terrace, am südlichen Ende
des Geschäftsviertels. Vom Postbüro ist es nur ein kurzer Fußweg
von 600 Metern bis zu den "Fliegenden Ärzten".
Auf dem Gelände des RFDS gibt es Parkplätze.
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag: 9.00h bis 16.00h
Sonntag u. an einigen Feiertagen: 13.00h bis 16.00h
geschlossen am 25.12. und 01.01.
Mit
dem Auto braucht man über den Stuart -und den Lasseter Highway,
beide geteert, von Alice Springs etwa viereinhalbe Stunden bis zum
Nationalpark. Die Entfernung beträgt 450km. Wer lieber fliegt, muss
dafür etwa 45 Minuten einkalkulieren.
Von Sydney und Perth aus gibt es regelmäßig Direktflüge nach
Yulara, von anderen Städten gehen die Flüge über Alice.
Der Uluru-Kata Tjuta Nationalpark gehört dem Anangu
Aboriginal-Stamm und wird von ihm gemeinsam mit Parks Australia
verwaltet. Die Größe des Parks ist 132.000 ha, er ist von einer
Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang
geöffnet (Tageslichttabelle).
Der Eintritt bis zum Alter von 15 Jahren ist frei, darüber hinaus kostet er 15
AU$ (Stand Februar 2003).
Die Einfahrt in den Park ist am Yulara Resort, einem Feriendorf,
das speziell für Besucher des Ayers Rock und der Olgas angelegt
wurde. Es gibt dort Unterkünfte vom luxuriösen "Sails in the
Desert" Hotel bis zu preiswerten Mehrbett-Hütten und auch
einen gut ausgestatteten Campingplatz mit Stellplätzen auf Gras.
Snacks, kleine Boutiquen und ein Postbüro stellen einen
komfortablen Aufenthalt sicher.
Vom Resort aus kann man Touren zu allen Sehenswürdigkeiten des
Parks unternehmen, inklusive Sonnenaufgangs- und
Sonnenuntergangstouren zum Uluru. Der Phantasie sind, was das
Fortbewegungsmittel angeht, (fast) keine Grenzen gesetzt.
Ayers Rock
ist einer der größten Monolithen der Welt. Er erhebt sich 348 Meter über
das ihn umgebende Wüsten- und Buschland. Von Ost nach West misst er
3,1km, ist 1,9km breit und hat an seiner Basis einen Umfang von
9,4km.
Uluru, wie der Monolith seit seiner Rückgabe an seine
traditionellen Besitzer, die Aboriginees, wieder offiziell heißt,
fasziniert vor allem durch die dramatischen, mit dem Lichteinfall
wechselnden Farbspiele.
Die normale rotbraune Farbe kann während des Sonnenunterganges
innerhalb weniger Minuten von leuchtend orangerot zu violett
wechseln. Die Intensität der Farben hängt vom Stand der Sonne,
Staub und auch Wolkenabdeckung ab. Während der seltenen Regenfälle
stürzen silbrige Wasserfälle den "Rock" herunter.
Für Fotografen gibt es speziell eingerichtete Aussichtspunkte,
die eine optimale Sicht auf das Naturschauspiel
gewährleisten.
Die Eigentümer, der Anangu-Stamm, bitten darum, aus Respekt vor
der kulturellen Bedeutung den Uluru nicht zu besteigen. Wer es
trotzdem machen will, kann es tun, allerdings ist körperliche
Fitness eine unbedingte Voraussetzung. Bis zum Gipfel sind es etwas
mehr als 1500 Meter und teilweise ist es sehr steil. Wenn Sie nicht
gerade Spitzensportler sind, sollten Sie hin und zurück zwei
Stunden einplanen. Seien Sie in jedem Fall vorsichtig, es gab schon
Todesfälle von Leuten, die abgestürzt sind oder nach dem Aufstieg
einen Schwächeanfall bekommen haben. Bei Regen oder starkem Wind
ist der Aufstieg verboten (übrigens sind die Winde auf dem Gipfel
immer sehr stark, habe ich mir sagen lassen - war selbst aus Respekt
nie oben).
Die Olgas
(Kata Tjuta) sind eine Gruppe von 36 roten Steinformationen,
zwischen denen es schmale Täler gibt. Sie bedecken, 50km von Uluru
entfernt, eine Fläche von 35 qkm. Die höchste Erhebung ist der
Mount Olga mit 546 Metern über dem Wüstensand. Man kann
Wanderungen von einer bis zu fünf Stunden durch die verschiedenen
Täler unternehmen. Wenn Temperaturen über 36°C vorhergesagt sind,
werden die Wandermöglichkeiten zum Schutz der Gesundheit der
Besucher allerdings eingeschränkt.
Auch an den Olgas wird dem interessierten Besucher die kulturelle
Bedeutung des Ortes für die Aboriginals erklärt.
Der
Kings Canyon liegt etwa 230km südwestlich von Alice Springs
abseits des Stuart Highway.
Anfahrt, zweite Möglichkeit
(Allradfahrzeug
empfohlen):
Von Alice aus nimmt man den nach Westen
führenden Larapinta Drive (State Route 6), der nur die ersten 155km
geteert ist.
Der Kings Canyon ist eines der schönsten Ziele im Northern
Territory. Der Besucherparkplatz liegt etwa 100m oberhalb des
Kings Creek. Körperliche Fitness ist für die ernst zu
nehmende Vier-Stunden-Wanderung allerdings ein unbedingtes
Muss, um den steilen Aufstieg zu den Felskuppeln zu
bewältigen. Als Belohnung winkt dann der atemberaubende Blick
in das Tal.
Im Tal sind mehrere ausgesprochen schöne Wasserlöcher und
eine unglaubliche Anzahl verschiedener Pflanzen.
Die Höhepunkte sind die verwitterten Formationen der
"Lost City" und der "Garden of Eden", ein
Palmenhain an einem ruhigen Wasserloch.
Wer den Aufstieg nicht wagen will, sollte zumindest den
"Creek Walk" machen. Es ist ein Spaziergang von etwa
einer Stunde durch das Tal des Canyons.
Übernachtung:
Bush Camp in der Nähe des Parkeingangs
oder dem
Kings Canyon Resort, einem gut ausgestatteten Campingplatz.
Für
den westlichen Teil des Larapinta Drive, den sogenannten
Mereenie Loop, benötigen Sie eine Genehmigung (Permit), die
Sie gegen geringe Gebühr im Kings Canyon Resort oder in Alice
Springs (Info beim Visitor
Centre) erwerben können. Der
Permit muss nicht im Voraus bestellt werden.
Aufgrund
der Sehenswürdigkeiten bei den Abstechern sollten sie mindestens
eine Reisedauer von zwei bis drei Tagen einplanen. Ohne
Abstecher ist die Strecke an einem Tag bequem zu
bewältigen.
Von Alice aus nimmt man den nach Westen
führenden Larapinta Drive (State Route 6), der die ersten 155km
geteert ist.
Von dieser Straße aus gibt es Abstecher zu einer
Vielzahl von Sehenswürdigkeiten im West MacDonnell National Park,
die an dieser Stelle nicht näher beschrieben werden können, aber
die Mühe uneingeschränkt wert sind. Der Larapinta Drive führt
weiter nach Herrmannsburg, einer kleinen Ortschaft die von deutschen
Missionaren gegründet wurde. Von dort führt ein Abstecher nach
Süden zum Finke Gorge Nationalpark (nur für Geländewagen) mit
seiner Hauptattraktion, dem Palm Valley. Man fährt zum Teil durch
den trockenen, sandigen Lauf des Finke River. Die letzten vier
Kilometer zum Tal der Palmen sind sehr rau und steinig. Für diese letzten Kilometer benötigen Sie etwa
dreißig Minuten.
Von Herrmannsburg führt der Larapinta Drive,
dessen westlicher Teil auch als Mereenie Loop bekannt ist, noch etwa
200km bis zum Kings Canyon Resort. Dieser Streckenabschnitt ist eine
gut zu befahrende Schotterstraße ohne Besonderheiten, aber landschaftlich
recht reizvoll.